Das DONAU 3 FM Weihnachtsmarktradio mit Maurice Thalmann & Jonathan Stabe von Einstein Motorsport
Shownotes
Warum nicht nur Rennen sondern auch technische Raffinesse dazugehört und was es mit einer Flasche gutem Rotwein in Frankreich auf sich hat hört ihr in der aktuellen Folge vom Weihnachtsmarktradio.Die Motoren glühen und handwerkliches Geschick ist auch gefragt. Das Ganze ist bei Einstein Motorsport in Ulm Alltag.
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00:00:04: Das Donau-Drei FM Weihnachtsmarktradio direkt vom Ulmer Münsterplatz auf Deine Ohren.
00:00:10: Und damit sind wir jetzt auch wieder draußen zu hören.
00:00:13: Wir hätten keinen mal kurz auf Winke-Winke machen, wenn wir draußen zu hören sind, super.
00:00:18: Und da ist die Stimmung auch wunderbar.
00:00:20: Und die Stimmung dürfte auch normalerweise an der Rennstrecke gut sein bei den Jungs hier von Einstein Motorsport.
00:00:25: Normalerweise Gummiapprieb, normalerweise Öl, nicht weniger, aber, sagen wir mal, Elektro und so weiter und so fort.
00:00:32: Weihnachtsmarkt, Romantik, Weihnachten, passt es überhaupt zu euch.
00:00:37: Ja, schon.
00:00:37: Also ich meine, das ist neben der ganzen Konstruktion von so einem neuen Rennwagen meine Willkommene Abwechslung hier auf dem Weihnachtsmarkt zu sein.
00:00:43: Vielleicht mal auch ein Glühwein zu trinken zwischendrin und studieren müssen wir auch irgendwie noch.
00:00:47: Genau, also das ist schon ganz cool in der Weihnachtszeit.
00:00:51: Da bekommen wir aber sonst, wenn wir am Rennwagen sind, nicht ganz so viel von mit.
00:00:54: Wir bereiten uns natürlich schon fleißig auf die nächste Saison vor, genau, die jetzt gerade wieder am Anlaufen ist.
00:01:00: Aber wir genießen die Stimmung dann auch noch bei uns.
00:01:03: Wir stellen uns auch mal so eine kleine Lichterkette, ein kleinen Weihnachtsbaum.
00:01:07: Also ich glaube, das Logo, ich weiß nicht genau, was man draußen sieht hier auf der Brust.
00:01:09: Einstein Motorsports, also zu Gast.
00:01:11: Stellt euch doch einfach mal kurz vor.
00:01:13: Wer seid denn hier, was macht ihr an der Uni?
00:01:16: Also ich bin der Maurice, ich bin der XXIII Jahre alt.
00:01:19: Ich studiere im zweiten Semester Marschter.
00:01:22: Da studiere ich Systems, Engineering und Management.
00:01:24: Und im Team bin ich seit dem Jahr zwanzig, zwanzig und irgendwie hocken geblieben, weil es einfach mega Spaß macht.
00:01:31: Jo, ich bin Martan, ich bin vierundzwanzig Jahre alt.
00:01:33: Ich komme gebürtig aus Norddeutschland, also von der Nordsee-Kiste.
00:01:35: Ich bin nach meiner Lehrer als Informatiker zum Studieren hier nach Umgezogen und habe mich dann... Beworben.
00:01:41: bei den Schermuttersport wurde angenommen und bin dann direkt nach einem halben Jahr Teamcapp'n geworden.
00:01:46: Das war für mich auch eine ganz schön wilde Zeit.
00:01:50: Ich habe dann das letzte Jahr den Teamcapp'n gemacht bei den Schermuttersport und bin jetzt noch beraten tätig für uns aktive Mitglieder, damit alles auch wieder gut läuft.
00:01:58: Sehr cool, und wir sehen es schon draußen an den Gesichtern.
00:02:00: Ja!
00:02:00: Ulm hat ein Motorsport-Team, unfassbar.
00:02:04: Ja, was macht ihr denn genau beim Motorsport?
00:02:07: Wie würdet ihr das beschreiben, wenn es noch nie jemand, was von Einstein Motorsport gehört hat?
00:02:11: Also wir sagen immer, das ist ein weltweiter Konstruktionswettbewerb.
00:02:15: Das ist wirklich riesengroß.
00:02:17: Da nehmen bis zu fünfzehntausend Studenten dran teil.
00:02:19: Also wirklich ein weltweites internationales Ding.
00:02:22: Und wir bauen und konstruieren einen Rennwagen.
00:02:25: In eigen Regie.
00:02:26: Genau, das kann man mal so grob dazu sagen.
00:02:28: Dann treffen wir uns immer alle, einmal im Jahr ganz viele Teams aus der ganzen Welt, Australien, Amerika, auf verschiedenen Rennstrecken in ganz Europa.
00:02:36: Und dann fahren wir Rennen gegeneinander und gucken nachher, wer der Beste ist.
00:02:41: Kann man das wieder Formel eins vergleichen oder ist das dann schon ein paar Stufen runter?
00:02:45: Ich würde sagen, es ist so dick.
00:02:47: kleinste Formelklasse, also die Einsteigerklasse als Student.
00:02:51: Man hat auch nicht dieses Head-to-Head-Race, wie man es von der Formel I kennt, sondern das wird eher in Disziplinen aufgeteilt.
00:02:58: Da geht es dann, deswegen meinte Jonathan schon, ein Konstruktionswettbewerb.
00:03:01: Da geht es um Beschleunigung, es werden die Querbeschleunigungen getestet und am Ende auch die Ausdauerfähigkeit des Fahrzeugs.
00:03:08: Und daher ist der Vergleich ein bisschen schwierig, aber es ist auf jeden Fall der Einstieg zur Formel
00:03:12: I. Okay, also ihr seid ja quasi ein Hochschulteam aus TH Ulm, HNU und Uni-Ulm, richtig?
00:03:20: Genau.
00:03:20: Und jetzt mal für, ja, wie würdet ihr jemand erklären, was ihr genau macht?
00:03:24: Weil das ist ja irgendwo eine Mischung aus Uni-Projekt, Rennteam, irgendwas dazwischen, wo auch dann sich das ein.
00:03:30: Also, kann man auch dann, wenn ihr irgendwann fertig seid, mit Studiern da noch weitermachen?
00:03:33: Oder zögert man das Studium dann extra raus und weiterhin dabei zu sein?
00:03:37: Ja, also, wir sind ein Verein.
00:03:41: Ein studentischer Verein, da kann tendenziell jeder mitmachen von der Formular-Student.
00:03:46: Das ist die Rennklasse, die wir mitfahren.
00:03:48: Da ist es eben vorgeschrieben, dass man als Mitglied, wenn man da mitmachen möchte, eingeschrieben ein Student sein muss.
00:03:54: Jedoch haben wir natürlich viele sogenannte Alumni, die eben fertig mit studieren sind, die uns immer wieder unterstützen, die auch immer noch beim Verein sind, die zum Beispiel Altfahrzeuge warten.
00:04:04: Also selbst wenn man mit seinem Studium durch ist, findet man immer noch seinen Platz bei uns, bei Einstein Motorsport.
00:04:09: Genau.
00:04:10: Ja, würde ich auch ganz genau so unterschreiben.
00:04:12: Ich meine, wir sitzen an einer technischen Hochschule in Ulm.
00:04:15: Wir haben aber Studenten von allen drei Unis, was echt mega cool ist.
00:04:17: Das ist auch ziemlich einzigartig in ganz Deutschland, dass wir drei Universitäten in einem Team vereinen.
00:04:22: Und das natürlich für die Kompetenz, die wir im Team haben, Wahnsinn.
00:04:24: Also wir haben die Wirtschaftler von der HNU, wir haben die Techniker oder die Praktiker von der THU und dann haben wir noch die ganzen Theoretiker von der Uni.
00:04:32: Und das passt wirklich mega zusammen.
00:04:34: Und ich würde auch sagen, das ist auch zuträglich zu unserem Erfolg, den wir jetzt auch im letzten Jahr hatten, dass das so gut mit einem da harmoniert.
00:04:41: Also sind das dann quasi verschiedene Studiengänge innerhalb der Unis, aber dann kann da jeder mitmachen, egal ob
00:04:47: Mediziner.
00:04:48: Studiengang ist völlig egal.
00:04:50: Hauptsache Lust und Laune und Bock aufs Projekt bei uns.
00:04:53: Und wie viel seid ihr da jetzt zu dem Projekt?
00:04:55: Wir dürfen gerade so um die Achtzig Leute sein.
00:04:57: Achtzig
00:04:57: Leute, wow.
00:04:58: Die
00:04:58: aktiv
00:04:58: sind und dazu kommen dann eben noch die ehemaligen Studenten, die noch im Verein sind.
00:05:04: Okay, und Motorsport an sich, wart ihr schon immer begeistert oder kommt das irgendwo her?
00:05:09: Ich glaube, wir haben wirklich viele Leute im Team, also beacht nicht viele Leute, die mit Motorsport nichts zu tun haben.
00:05:15: Die können sich auch mit schnellen Autos nicht aus, das interessiert ihr auch alles nicht so wirklich.
00:05:18: Das gibt natürlich die Leute, die Benzin und Blut haben bei uns keine Frage, die sind natürlich auch super aufgehoben.
00:05:23: Aber wir haben mal Leute, die fasziniert die Technik einfach.
00:05:25: Also wir haben halt dadurch, dass wir so ein Großprojekt sind, die Möglichkeiten mit echt, echt geilen Kram zu arbeiten.
00:05:30: Und das geht halt von der Hochleistungs-Elektronik.
00:05:33: Wir haben die Messgeräte da, wir haben alles dafür da.
00:05:35: Wir dürfen mit Carbon arbeiten, haben wir auch ein paar Schmuckstücke mitgebracht.
00:05:38: Und das macht man normalerweise in seinem Hobby gar nicht.
00:05:41: Und deshalb ist es halt jeder, der irgendwie Bock hat, was neben seinem Studium zu machen, Hands-on-Experience zu haben und einfach auch zu lernen, wie man in so einem großen Konstrukt seinen Platz findet, wie man zusammenarbeitet und wie man dann zusammen den Rennenwagen baut und damit dann auf die Kompetition geht im Sommer.
00:05:56: Ich glaube, das ist so ein bisschen so der Kernfaktor, den es ausmacht, was wir bei uns zu machen.
00:06:00: Ist das dann quasi euer Auslandssemester, das ihr dann macht?
00:06:02: Wie nimmt man das mit?
00:06:04: oder weil man muss ja irgendwie nebenher auch trotzdem noch weiter studieren?
00:06:07: Ja, ich glaube die Brücke zwischen Studium und Einstellmotorsport zu finden ist schwierig.
00:06:11: Viele sehen es als Hobby.
00:06:12: Wenn man aber, sag ich mal, sowas macht wie Jonathan als Teamcaptain, dann fließt er schon sehr viel Zeit rein und dann machen dann viele Schieben an die Prüfung oder so.
00:06:21: Aber... Bei uns ist es wirklich so, wenn du Bock drauf hast, wir finden für jeden was.
00:06:25: Manche sehen es als Hobby, dann kriegt man ein kleineres Projekt und wenn man möchte, dann kriegt man mehr Verantwortung und dementsprechend muss man dann auch die Zeiten bringen.
00:06:33: Also
00:06:33: quasi, wer Einstein Muttersport liebt, der schiebt oder...
00:06:38: Solides Motto, ja.
00:06:39: Okay, sehr cool.
00:06:41: Ja, noch mal darauf zurück, jetzt kommen... Ich probiere immer so ein bisschen parallel zu finden, dass vielleicht Leute draußen, die vielleicht ab und zu mal Motorsport schauen, sich da ein bisschen was darunter vorstellen können.
00:06:52: Aber es ist ja jetzt kein Rennen an sich, du hast vorher schon mal angeschnitten.
00:06:55: Es sind mehrere Diszipline.
00:06:56: Ja, genau.
00:06:57: Also wir haben verschiedene Disziplinen.
00:06:58: Das unterteilt sich auf den Events, wenn wir da sind, das sind mal so ungefähr achtzig Teams.
00:07:01: Das findet dann zum Beispiel jedes Jahr hier auf dem Hockenheim-Ring statt und das unterteilt sich immer in die dynamischen und in die staatischen Disziplinen.
00:07:08: Das heißt, wir haben zum Beispiel auch einen Businessplan, den wir vorstellen müssen.
00:07:11: Das ist eine fiktive Geschäftsidee, die wir mit Teilen von unserem Rennwagen umsetzen müssen und die wird dann da eine Jury vorgestellt und auch bewertet.
00:07:18: Das ist zum Beispiel eine Sache, eine andere Sache, wo Maurice letztes Jahr auch zum Beispiel Teamketten war, sehr erfolgreich, ist der Cost Report.
00:07:24: Da wird jedes einzelne Teil von unserem Rennwagen aufgelistet, wie es hergestellt wird, wie viel es kostet, wie viel Aufwand an diesem Teil entstanden ist.
00:07:32: Und das müssen wir dann auch dementsprechend präsentieren.
00:07:34: Und dann geht es noch mal um das Engineering hinter dem Rennwagen.
00:07:37: Das ist eigentlich immer so ein bisschen die Königsdisziplin, sag ich mal.
00:07:39: Da stehen wir wirklich mit zwanzig, fünfundzwanzig Leuten in einem großen Raum unseren Rennwagen rum und da kommen da fünfzehn bis zwanzig Ingenieure aus der Industrie von führenden Automobilunternehmern wirklich Leute, die richtig Plan haben.
00:07:50: Und die fragen dich dann am Anfang, ja, Warum?
00:07:52: Warum so?
00:07:53: Warum so und nicht anders?
00:07:54: Warum vier Reifen?
00:07:55: Warum die sechs so?
00:07:57: Und das ist natürlich dann immer sehr intensiv.
00:08:00: Da muss man auch wirklich was auf dem Kasten haben, damit man dazu jede Frage auch eine Antwort parat hat.
00:08:04: Das sind so ein bisschen die statischen Sachen, dynamisch als Fahrer-Muris.
00:08:07: Ja, dynamisch gibt es vier Disziplinen.
00:08:09: Wie ich schon angesprochen habe, das gibt einmal den Beschleunigungstest.
00:08:12: Das sind seventy-fünf Meter, einfach Strick geradeaus, aus dem Stand.
00:08:16: Dann gibt es den Skip Pad.
00:08:17: So nennt sich das.
00:08:17: Das kann man sich vorstellen wie der liegende Acht.
00:08:19: Man fährt zwei Rechtskurven und zwei... Linkskurven, der Radius ist dabei definiert.
00:08:23: Es wird einfach geguckt, wie schnell geht das Ding in Kurven.
00:08:27: Und dann geht es schon, sage ich mal, in die Disziplinen, die eher die meisten Motorsportleute kennen.
00:08:33: Das ist einmal die Qualifying.
00:08:34: Also du hast zwei schnelle Runden.
00:08:37: Es ist nicht so wie eine Formel eins, dass man fünfzehn Minuten Zeit hat, eine schnelle Runde zu setzen, sondern man hat wirklich einfach zwei Tries bei einer freien Strecke.
00:08:45: Und dann, das ist meistens so die Königsdisziplin, die Abschluss von jedem Event, das ist die Langstreckendisziplin, das Endurance.
00:08:51: Da fahren wir jetzt zweiundzwanzig Kilometer.
00:08:53: Das hört sich jetzt erst mal recht wenig an.
00:08:55: Aber für einen Prototypenauto ist es echt extrem viel.
00:08:59: Vor allem von Autos in unserer Klasse ist es extrem viel.
00:09:02: Und die zweiundzwanzig Kilometer, die teilen sich dann auf.
00:09:05: Nach elf Kilometern gibt es einen Fahrerwechsel.
00:09:07: Und hier ist auch das Spannendste, dass das Auto, weil es eben... darum geht, ob das Auto belastbar ist.
00:09:13: Das muss danach genauso vorstehen wie davor.
00:09:16: Das heißt, man kann nicht so Geschichten machen mit einem halb kaputten Frontflügel auch irgendwie ins Ziel retten oder so.
00:09:20: Okay.
00:09:21: Nee, weil es ist wie gesagt ein Ingenieurs-Bettbewerb und deine Konstruktion, die muss eben halten, die Zweiundzwanzig Kilometer.
00:09:27: Also müsst ihr ja quasi oder wisst ihr beide auch von der anderen Disziplin immer viel oder ist dann quasi jeder so spezialisiert auf sein Zeug, dass du quasi von dem, wie er dann im... Auto dann selber fährt, siehst du den Plan hast, aber dafür das Theoretische?
00:09:40: Oder muss da jeder schon auf dem gleichen Stand sein?
00:09:42: Also natürlich schon straffend Zeitplan, sich mein Events dann auf eine Woche angesetzt.
00:09:45: Wir haben einen Camp aufzubauen, wir haben uns selbst organisieren zu verpflegen.
00:09:49: Wir müssen natürlich auch um die Schlafmöglichkeiten schaffen, dementsprechend.
00:09:52: Das sind immer die ersten Tage, dann wird das Auto technisch abgenommen.
00:09:56: Das heißt, da kommen dann wieder um Ingenieure und ausgebildete Leute, die sagen dann, gucken sich das ganze Auto durch, machen Checklisten, ob alles wirklich sicherheitstechnisch auch so entsprechend ist, dass wir damit fahren dürfen.
00:10:05: Und dann passiert eigentlich auf den letzten drei, vier Tagen die Action.
00:10:07: Also dann ist wirklich hier strikt im Zeitplan, Event nach Event, dann ist erst der Costiport, Wenn der EDR dahinter der Businessplan passiert parallel, dann schiebt die andere Truppe schon mit dem Auto zum Acceleration, wo das Auto durchbesteunigt wird.
00:10:18: Und da ist dann schon richtig was los.
00:10:21: Da stehst du wirklich morgens teilweise um fünf Uhr auf und gehst abends um zwanzig Uhr zurück ins Camp, machst eine Timelsprechung nochmal, um nochmal den nächsten Tag zu planen und dann sind meistens auch alle schleudisch in der Schöpfung, gehen schlafen.
00:10:31: Okay,
00:10:32: beeindruckend.
00:10:32: Also ist das dann auf jeden Fall ein Event, was quasi die ganzen Ingenieuren ... dann spielt er in der Arbeitswelt auch Anerkennnis.
00:10:40: Das kennt man da, oder?
00:10:42: Ja, auf jeden Fall, würde ich sagen.
00:10:43: Also ... Viele, sehr viele Unternehmen, auch gerade hier in der Region, ob es Automobilsektor ist, ob es Zuliefererindustrie ist, das ist wirklich ganz breit gestreut.
00:10:52: Die haben natürlich teilweise auch Leute aus der Form der Studentweise in den Unternehmen sitzen und die machen ihnen immer schon selbst dafür ein bisschen Werbung und sagen, ey, das würde ich krass.
00:10:59: Die Leute studieren ganz normal und nebenbei sind sie teilweise vierzig bis achtzig Stunden noch dabei in den Rennwagen zu bauen, sich selbst zu organisieren.
00:11:06: Und das kommt natürlich bei den Unternehmen wahnsinnig gut an, aber das ist auch die Symbiose, die es schaffen muss.
00:11:11: ausstieg sich von Sponsoren finanziert.
00:11:13: Das ganze Team trägt sich nur durch Sponsoren.
00:11:16: Und wir können natürlich geben, dass wir nachher wirklich viel Erfahrung haben, in was das Studium rauskommt, was für die Unternehmer geil ist.
00:11:21: Und die Unternehmer können uns halt die Mittel zur Verfügung stellen, dieses Projekt zu realisieren.
00:11:26: Das ist immer so eine Symbiose, sag ich mal.
00:11:28: Ja, also ich hab dir dann quasi so einen Vorteil.
00:11:30: dann später, wenn ihr euch zum Beispiel jetzt bei den Unternehmen bewerbt, die da so ein bisschen Geld reingesteckt haben, dass die dann ein bisschen okay ja, eher aus dem Wirt warst, sondern er nehme ich den auch dann später an und... hat man quasi die Connections dann auch direkt zu den Unternehmen?
00:11:43: Ich sag immer, das beste Beispiel, wenn man bei uns den Motor entwickelt hat, dann geht man irgendwo in eine Firma und kann sagen, hey, ich hab Motor entwickelt, der funktioniert hat, was viele Studenten ohne Praxiserfahrung eben nicht von sich behaupten können.
00:11:55: Das ist halt in den Firmen verdammt hoch angesehen, diese Praxiserfahrung, die man einfach hat, auch im Team arbeiten und Soft Skills, die man lernt, wie präsentieren durch die staatischen Disziplinen etc.
00:12:06: und wie Jonathan schon sagte, die Sponsoren, Die kennen uns ja schon.
00:12:11: Das würden sie uns ja nicht mit dem Mittel zur Verfügung geben.
00:12:15: Und dementsprechend wird es schon eigentlich recht gut angesehen.
00:12:18: Später im Arbeitswelt.
00:12:19: Sag
00:12:20: mal, wann gibt's das?
00:12:20: Das ganze Projekt Einstell-Motorsport.
00:12:23: Also, in den ersten schlauen Leute haben wir gesagt, wir steigen jetzt ein.
00:12:27: Wir gehen ja auch in die Formulasstudenten.
00:12:28: Dann wurden damals ganz lange Verbrenner gebaut bis zum Jahr zweiundneunzehn.
00:12:32: Und dann zur Corona-Pandemie anfangen, hat man dann gesagt, jetzt gehen wir auch mit der Zeit, wir switchen jetzt von Verbrenner auf Elektro.
00:12:38: Und seit zweiundzwanzig fahren wir dann auch aktiv mit einem Elektro-Rennwagen.
00:12:43: Also, so lang ist es schon her, ja.
00:12:45: Es ist ja, glaube ich, der A-L-Fünfundzwanzig, das aktuell ... Modell.
00:12:50: Was macht jetzt dieses Auto, alles anders als z.B.
00:12:53: jetzt, jetzt gehen wir mal auf den Vergleich von zwei, sechs rein.
00:12:56: Das ist klar, jetzt erfährt Elektro, aber inwiefern ist denn das Auto jetzt mit dem ihr da dann antretet anders?
00:13:02: Also man sieht es schon so an die Materialien, die allein schon verwendet werden.
00:13:06: Also wir haben jetzt hier einen Vollkabon-Phaser Monocoque.
00:13:09: Das heißt, das ganze Chassis ist aus Kabon.
00:13:11: Damals war das so ein starker Rohrrahmen, der halt zusammengeschweißt wurde.
00:13:14: Da war ein dicker, fetter Verbrenner-Motor hinten drin.
00:13:17: Das Auto hat über dreihundert Kilogramm gewogen.
00:13:19: Und wir peilen jetzt gerade mit dem neuen Rennenwang unter zweihundert Kilogramm an.
00:13:23: Also da geht schon ordentlich was los.
00:13:25: Leistung, ich weiß nicht, ob dir bekannt ist, was der für Leistung damals hatte, der Verbrenner-Motor.
00:13:28: Damals.
00:13:29: Boah,
00:13:30: da müsste ich lügen.
00:13:31: Es
00:13:31: muss auf jeden Fall unter hundert PS, glaube ich, gewesen sein.
00:13:33: Okay, also ich
00:13:33: weiß, das ist der Neunzehner, der hatte neunundsechzig PS.
00:13:36: Neunundsechzig, ne?
00:13:36: Die Verbrenner neunundsechzig PS ungefähr.
00:13:38: Wir sind jetzt grad bei hundertvierzig bis hundertfünfzig PS auf zweihundert oder hundertneinzig Kilogramm schwer.
00:13:44: Das geht natürlich schon ordentlich ab.
00:13:45: Das zieht
00:13:45: sich richtig rein.
00:13:46: Das zieht sich richtig rein, ja.
00:13:48: Da wird Muri sicherlich klären, wo er das mal sehen muss, wie das so ist und Rennwagen zu fahren.
00:13:53: Und im Endeffekt, das ist voll elektrisch, ne?
00:13:56: Wir haben dann einen Hochhold Akku da hinten drin, der selbst entwickelt, selbst gebaut ist.
00:13:59: Wir haben Elektromotoren, die für uns entwickelt wurden, die da drin gebaut sind.
00:14:03: Das Ganze ist voll aussimuliert.
00:14:05: Das heißt, wir nehmen auch wirklich nur so viel Gewicht in diesen Wagen rein, wie wir wirklich brauchen an den kritischen Bauteilen.
00:14:11: Und allein diese ganze Simulationssache und so, das gab es damals natürlich noch gar nicht, das war auch noch mehr Handarbeit dran.
00:14:21: Und heutzutage Wir sehen das Auto schon, bevor es übergebaut wird.
00:14:25: Ja, okay, das ist natürlich dann viel digitaler alles.
00:14:27: Großunterschied, ja.
00:14:29: Erstmals Allrad, kann das sein jetzt bei dem neuesten Modell?
00:14:32: Warum auf einmal Allrad?
00:14:33: Also, wir müssen ja nicht den Bärpoch fahren oder wie läuft
00:14:35: das?
00:14:36: Naja, Allrad gibt halt einfach nochmal zwei angetriebene Räder, die halt nochmal mehr Grip bieten.
00:14:41: Und für mich, was ich aus Fahrerauferspektive sagen kann, das ist so genannte Talk-Vectoring, das ist die Drehmomentenverteilung.
00:14:47: Das heißt, wir haben ja nicht einen zentralen E-Motor, sondern wir haben ja einen jedem ratenden Motor.
00:14:51: Die können wir auch alle einzeln ansteuern, wie wir möchten.
00:14:54: Der große Vorteil ist halt, dass man sowohl die Slip-Control für jedes einzelne Rad bestimmen kann.
00:14:59: Und in Kurven, wenn ich zum Beispiel eine Linkskurve fahre, dass die Kurven äußeren Motoren einfach mehr Gas geben.
00:15:05: Und genau das gleiche auch auf der Bremse.
00:15:06: Also wir recuperieren auch an jedem Rad.
00:15:09: Und wenn ich jetzt in die Kurve reinbremse, dann ist das Kurveninnere immer mehr am Bremsen.
00:15:13: Und ich will es immer nicht machen, aber man muss sich es wirklich wie so ein... wie so Baggerketten vorstellt.
00:15:18: Die eine Kette geht nach hinten und die andere geht nach vorne und so schuckst dich das Auto dann um die Kurve, weil wir einfach diesen Allrad eben voll ausnutzen, regelungstechnisch, genau.
00:15:28: Aber nehmen wir uns mal mit in so ein Rennen jetzt beispielsweise.
00:15:31: Also ist das dann auch Asphaltierte Straße, Hockenheimring, oder gibt es da auch, was ja sich so, Religi-Dakar-Rennen, wo man dann in der Wüste unterwegs ist, oder muss man da auf allen Untergründen irgendwie performen können, wie läuft das ab?
00:15:44: Ne, wir fahren schon auf der Straße.
00:15:46: Wir fahren aber nicht die richtigen Kürse, z.B.
00:15:48: auf dem Red Bullring, fahren wir nicht auf dem Red Bullring, sondern wir fahren auf dieser kleinen Kartstrecke, die da im Infield ist.
00:15:54: Weil einfach unsere, ich sage jetzt mal Klasse an Auto, die ist dafür nicht ausgelegt.
00:15:59: Wir machen null auf hundert in zwei Kommas sechs Sekunden, aber können auch maximal nur hundertzwanzig.
00:16:05: Aber mehr brauchen wir auch nicht.
00:16:06: Das ist schon, hat Jonathan schon angesprochen, bei uns ist wirklich alles nur... So viel, wie wir brauchen.
00:16:11: und die Strecken, die uns hervorgegeben werden vom Reglemore, die brauchen nicht mehr, wie hunderthundertzehn kamen.
00:16:16: Also, warum sollten wir was entwickeln, was mehr kann, brauchen wir nicht.
00:16:20: Und dementsprechend, die Strecken sind dann mit Hütchen abgesteckt.
00:16:25: Und das sind meistens, kann man sich vorstellen, wie so etwas größere Kartstrecken.
00:16:32: Ich stell mir das sofort, wo hockst du jetzt deinem Auto selbst gebaut?
00:16:36: Du weißt ja ganz genau, wer hat welche Schraube dran gemacht.
00:16:38: Irgendwo muss man ja auch den Leuten vertrauen und weiß, wenn jetzt auf einmal gleich irgendwo ein Knopf abfällt, da war der und der Kollege, der Tim oder der Ben oder wer auch immer wieder schuld.
00:16:47: Wie gehst du also mit Umwelt?
00:16:49: Man denkt ja, das Ding ist selbst gebaut.
00:16:51: Ja, desto länger ich dabei bin, immer mehr mitbekommen, hat mir immer mehr Angst.
00:16:56: Aber am Ende des Tages hatte Jonathan auch schon angesprochen, wir haben ja auch technische Abnahmen, die wir leisten müssen.
00:17:03: Und darunter sind natürlich auch ganz viele Sicherheitsaspekte.
00:17:06: Also wir müssen gucken, dass unser Chassis bei einem Crash stabil bleibt, dass ich am Leben bleibe.
00:17:11: Wir müssen gucken, dass unser elektrisches System sauber funktioniert, dass zum Beispiel kein Kürzschluss mit einem Hochvolt-Akku passiert etc.
00:17:18: Und da vertraue ich, ich sage zu meinen Jungs schon, und ich sage mal, die müssen ja diese Regeln einhalten und das haben wir immer gemacht.
00:17:27: Ja, ich würde sagen, am Ende ist es aber auch ein Learning für die Leute, die den Rennwagen entwickeln.
00:17:31: Also, die wissen ganz genau, da fährt nachher ein Student von uns mit hundertzwanzig kmh über die Rennstrecke, würde ich ein sehr schneller, performanter Rennwagen und da darf man sich auch nicht auch keine Fehler leisten.
00:17:41: Also, gerade bei den kritischen Bauteilen, da muss wirklich alles stimmen.
00:17:45: Natürlich kommt es mal vor, dass was passiert, aber der Rennwagen ist an und für sie schon mal so sicher ausgelegt, dass dem Fahrern nichts passiert.
00:17:50: da drin, zumindest bei uns, das ist in der gesamten Historie noch nie irgendetwas passiert.
00:17:54: Teuer, teuer,
00:17:55: da kommt noch was
00:17:56: aufs Holz her.
00:17:56: Keine Frage.
00:17:57: Und auch sonst kommt es schon sehr selten vor, dass sich da mal irgendjemand verletzen sollte.
00:18:01: Aber natürlich ist es schon vorgekommen.
00:18:03: Also gerade an den Anfängen von unserem Elektroauto, da ist mal zum Beispiel so eine Spurstange gerissen an der Feder, an der Radaufhängung und das ganze Rad links weg.
00:18:12: Und dann rollste da mit Achtzig kmh mit drei Rädern aus und dann halt auch wirklich... Da sieht das schon ordentlich, ne?
00:18:19: Aber... Das wird immer weniger, auch durch diese ganzen Simulationsgeschichten, immer weniger.
00:18:23: Und die Leute arbeiten da auch wirklich vernünftig.
00:18:26: Und dem kann man schon vertrauen.
00:18:28: Gab es denn auch schon mal so einen Moment, wo ihr gesagt habt, oh, okay, das funktioniert ja sogar wirklich.
00:18:32: Also, dass er so gesagt hat.
00:18:35: Ja, ja, ja.
00:18:36: Ja, testen wir mal irgendwie.
00:18:37: Aber auf einmal klappt es.
00:18:38: Gabst du was schon
00:18:39: mal?
00:18:39: Ja, das mal so, mal so, würde ich sagen.
00:18:41: Also manchmal hocken wir an Testtagen, es funktioniert gar nichts.
00:18:43: Und manchmal sind wir an Testtagen... Und es klappt einfach, es funktioniert.
00:18:47: Es ist eine
00:18:47: riesige Wundertüte, aber es ist schon ganz schön auf, dass wir gerade so in der Steuerung von dem Rennwagen, diese ganzen Fahrdynamiker Aspekte, die wir von angesprochen haben, da ist das schon immer manchmal so eine kleine Wundertüte.
00:18:57: Und da ist es vorgekommen, ich war zuerst auch in diesem Team, ich habe Fahrfunktionen entwickelt und dann war Maurice mit mir auf den Testplatz.
00:19:04: Ich habe noch gerade das neueste Programm heraufgeladen, sagt Maurice, ey, pass auf, jetzt können wirklich vieles passieren, ne?
00:19:11: Sei vorsichtig.
00:19:12: Und Maurice startet den Rennwagen, will aus Gaspedal drücken.
00:19:14: Rennwagen fährt rückwärts los.
00:19:17: Und
00:19:18: das ist natürlich schon so eine Momente.
00:19:20: Das ist natürlich schon sehr schlecht.
00:19:22: Maurice hat natürlich auch schnell gehandelt, hat dem Rennwagen ausgescheitet.
00:19:24: Wir haben nachgucken, woran es lag.
00:19:25: Man fand vorzeichen Fehler drin gewesen.
00:19:27: Aber es passieren auch solche Sachen.
00:19:28: Wir sind Studenten.
00:19:29: Ja,
00:19:29: auf jeden Fall.
00:19:30: Und Fake-Itilium-Akid, glaube ich.
00:19:34: Das ist nicht was, wo testet ihr den Rennwagen?
00:19:35: hier in der Region?
00:19:37: Aber wir sind auf verschiedenen Rennstrecken unterwegs.
00:19:39: Wir haben hier zum Beispiel in Egen, sind wir auf dem Testplatz.
00:19:42: Die Firma Iveco stellt uns auch einen Testplatz zur Verfügung.
00:19:45: Teilweise auch auf abgesperrten Parkplätzen oder Privatgeländen, wo wir fahren dürfen.
00:19:49: Da sind wir aber auch wirklich immer auf der Suche.
00:19:50: Also, weil es da draußen irgendjemand ist, der eine große freie Fläche zur Verfügung hat.
00:19:55: Wir suchen auf jeden Fall.
00:19:56: Das heißt, gerne uns da mal kontaktieren.
00:19:59: Aber grundsätzlich dann so auf abgesperrten, große Flächen der Testung.
00:20:02: Okay, okay.
00:20:03: Mauri, du bist jetzt kein gelernter Rennfahrer.
00:20:06: Warst bei dir schon immer früher so klar, ich fahre gerne Karten, ich setze mich da auch rein oder kam es dann einfach irgendwie?
00:20:13: Tatsächlich hat es bei mir mit dem Kartfahren begonnen, also in der Jugend war ich aktiv in einem Kartverein und dann war ich in der Hochschule und wir stellen natürlich diese alten Autos bei uns in der Hochschule aus und natürlich auch neue Leute anzulocken und so hat man mich auch angelockt.
00:20:26: Und dann habe ich mich einfach mal beworben und irgendwie war ich im Kart der schnellste und so bin ich es dann irgendwie geworden und seitdem brenn ich dafür.
00:20:34: Also es ist über das Kartfang gekommen.
00:20:36: Okay, Jux, dich dann nicht so normal drin zu sitzen oder?
00:20:38: Doch, doch, doch.
00:20:39: Also ich bin jetzt ja letztes Jahr Teamcaptain gewesen und ich sehe mal nur wie viele Leute die Spaß, also wie viel Spaß die Leute da drin haben.
00:20:45: Und nach den Events habe ich dann mein technischer Leiter angeschrieben und meint, jetzt müssen wir den auch mal fahren.
00:20:51: Und dann haben wir den Rennwagen eingepackt, sind auf der Teststrecke gefahren und dann haben wir uns beide mal reingesetzt und ich glaube, ich habe fünfzehn Minuten durchgeschrieben.
00:20:58: Es gibt auch Videos davon, es ist extrem lustig herzuschauen.
00:21:01: Das kannst du so als normaler Mensch gar nicht verkraften, was da los ist.
00:21:04: Wenn du durchs Gaspeder durchdrückst, du bist in drei Sekunden von null auf hundert, beschleunigst du in eine Kurve rein und das zieht dich einfach nur auseinander.
00:21:12: Also ich hab auch, also ich hab fünf Minuten gefahren und dann nach vorne ist mein Ende.
00:21:14: Konditionell.
00:21:16: Wirklich, du hast Schultand tun weh, Arme tun weh.
00:21:18: Das ist wirklich heftig.
00:21:20: Also das ist ein Erlebnis, das gibt dir sonst nur der Freizeitpark und nicht mal so doll, würde ich sagen.
00:21:24: Okay, krass.
00:21:25: Man kennt ja diese Videos, wo Lando Norris oder Max Verstappen oder wer auch immer quasi trainiert mit der Kopfschlinge da, dann alles so den Nacken hart machen.
00:21:33: Machst du das dann auch so ein paar Tage vorm Rennen?
00:21:37: Tatsächlich, ich mache ein bisschen Oberkörper.
00:21:39: Nacken habe ich jetzt so nicht angefangen, aber tatsächlich, wo wir den Umstieg auf Allrad gemacht haben und dann eben dieses Talk-Vectrine zu... kamen, dann sind die Gehkräfte natürlich höher geworden.
00:21:47: Da war das schon so, am Tag danach war schon ein
00:21:51: Muskelgarten
00:21:51: im Nacken schon da.
00:21:52: Und nicht vom Schulterblick, sondern
00:21:54: nicht vom Schulterblick.
00:21:57: Am Ende sieht man ja immer noch das fertige Auto dann auf der Rennstrecke.
00:22:01: Man kann sich gar nicht vorstellen, was da alles dahintersteckt.
00:22:03: Bist du ein Auto fertig?
00:22:06: Nein, nein.
00:22:06: Das geht meistens gar nicht.
00:22:08: Ich komme ursprünglich aus dem Norden.
00:22:10: Meine Eltern haben den Rennwagen das erste Jahr gar nicht gesehen.
00:22:13: Die wussten nur, sich da wahnsinnig viel Zeit verbringen und meinten, was machst du da eigentlich?
00:22:17: Du kannst den Leuten das fast gar nicht erklären.
00:22:18: Wenn du sagst, du bist im Rennteam, brauchst ein Rennwagen, dann kommen Leute an und sagen, mit so einer Fernbedienung oder wie macht ihr das dann?
00:22:25: Du musst da mal hingehen, du musst es mal sehen, anfassen, musst dich mal reinhocken.
00:22:30: Dann macht sie immer einen Klick und du verstehst, das ist ernst.
00:22:32: Also da geht es wirklich richtig rund und das ist hier nicht mehr in den Kinderschuhen, sondern das ist schon ganz schön weit vorne.
00:22:39: Und dann versteht man eigentlich, was da los ist.
00:22:40: Und wenn man dann in den Rennwagen fahren sieht, dann wisst ihr Leute auch Bescheid.
00:22:44: Okay,
00:22:44: aber wie lange dauert es jetzt, dass ihr jetzt den A-L-Five fertig habt?
00:22:49: Ja, dauert das jetzt oder startet man das beispielsweise heute und ist dann erst im Jahr zwanzig fertig?
00:22:53: oder hat man auch immer nur ein Jahr Zeit für so einen Rennwagen?
00:22:56: Also wir gehen den ein-Jahres-Turnus, es gibt Teams, die fahren zwei, aber wir versuchen auch jedes Jahr ein Rennwagen zu bauen.
00:23:03: Meistens startet diese Song im Wintersemester, also hat jetzt begonnen für uns, dann fängt es an mit Konstruieren, da sind wir jetzt bald durch, die Konstruktionsphase geht meistens so bis Dezember, dann startet natürlich das... aufbauen und fertigen und montieren des Rennwagens.
00:23:19: Das dauert mal so, mal so, je nachdem wie alles läuft.
00:23:25: Und dann ist man gegen Mai fertig, hat dann zwei Monate Zeit zu testen und im Juli geht es auf die Events.
00:23:30: Also wir haben immer ein sehr, sehr, sehr knackiges Jahr, muss man wirklich sagen.
00:23:35: Und was kostet da so ein bisschen mehr Nerven, Technik oder Zeitmanagement?
00:23:39: Du musst dir vorstellen, du arbeitest mit achtzig Studenten zusammen, die alle das erste Mal so richtig in einem großen Projekt zusammenarbeiten und das kostet dich schon Nerven.
00:23:47: Also da bist du schon wirklich richtig involviert und da passieren Sachen wie in einem ganzen Mann Unternehmen, da fällt mal jemand aus, dann ist die Baugruppe nicht besetzt, dann wird es nicht rechtzeitig fertig, dann fällt ein Lieferant aus, die Bauteile kommen nicht rechtzeitig und da musst du natürlich dann überall drauf irgendwie eine Lösung für finden.
00:24:02: Du musst das adaptieren, du musst das Team zusammenhalten.
00:24:04: dass halt alle zusammen an einem Strang ziehen, sonst wird der Rennwagen auch nicht fertig.
00:24:08: Und das ist schon sehr komplex.
00:24:09: Also ich würde sagen, das kostet ungefähr beides sehr viel Nerven.
00:24:12: Beziehungsweise den Ingenieuren kostet natürlich dann das technische mehr Nerven.
00:24:15: Und mich als Team Cap mich kostet natürlich immer die Leute, bis er mehr nerven.
00:24:18: Okay, okay.
00:24:19: Guck mal auf das letzte Jahr, was war das für ein Jahr für Einsteinen Motorsports?
00:24:25: Erfolgreich oder?
00:24:26: Ja, bewahren.
00:24:27: Ich glaube, das war das erfolgreichste, mit das erfolgreichste Jahr für Einsteinen überhaupt.
00:24:33: Nicht nur der Sieg in Frankreich, sondern auch in den anderen Events waren wir also ultra gut, muss man einfach so sagen.
00:24:40: Und auch der Umschwieger auf Allrad.
00:24:42: Ich glaube, niemand von uns hätte gedacht, dass es so gut läuft.
00:24:47: Weil einfach, wie gesagt, das Jahr ist so kurz und wir haben diesen Step gemacht von Heckantrieb auf Allrad.
00:24:54: Und das ist so funktionierbar, das glaubt niemand von uns erwartet.
00:24:56: Zugegebenerweise schon ziemlich hoch und tiefer.
00:24:58: Wir sind mit dem ersten Event in Österreich gestartet am Red Bull Ring.
00:25:02: Da war schon alles super.
00:25:03: Die Motoren haben noch so ein bisschen... Da gab es auch so ein, zwei Probleme, die wir hatten.
00:25:06: Deshalb konnten wir nicht ganz so schnell fahren wie wir wollten.
00:25:08: Trotzdem, mit dem zwölfter Platz ging es gegen siebzig Top-Teams durchgesetzt.
00:25:11: Da fällt wirklich nur noch die Creme de la Creme in Red Bull und hier in Deutschland auf dem Mockenheim-Ring.
00:25:15: Das war schon echt ein guter Auftakt.
00:25:17: Dann waren wir auf dem Hockenheimring bei der Formulas Tune Germany.
00:25:22: Da hatten wir wirklich Probleme.
00:25:23: Da sind wir in diesem langstrecken Rennen in der ersten Kurve ausgefallen.
00:25:25: Da waren wir ganz schön die Tränen nahen.
00:25:28: Da ist mir auch eine Träne gekommen, auf jeden Fall, als ich das gesehen habe.
00:25:31: Das ganze Team war mega niedergeschlagen, das war echt hart.
00:25:35: Das darauf folgende Event war dann in Frankreich FS France und das war direkt danach.
00:25:38: Das heißt, wir sind auf Sonntag fertig geworden, haben alle Sachen zusammengepackt, sind mit der ganzen Kolonne nach Frankreich runtergefahren.
00:25:44: Wir sind drin
00:25:45: noch getestet.
00:25:45: um die Fehler von MSG auszumersten.
00:25:48: Zwischendrin in Karlsruhe.
00:25:49: Zwischendrin
00:25:50: in Karlsruhe bei unseren Freunden von dem Formulas Tune Team Karlsruhe.
00:25:54: Wir haben noch Testen auf der Fahrt nach Frankreich und in Frankreich lief's dann.
00:25:58: Da lief's wirklich, da haben wir echt abgerissen.
00:26:00: Da war echt alles genauso, wie wir uns das vorgestellt hatten.
00:26:02: Das Auto lief super.
00:26:03: Das Team hat wirklich noch mal alles gezeigt, was es hat.
00:26:07: Da haben wir den ersten Platz geholt, den Gesamtzieg.
00:26:10: Ich krieg jetzt noch Gänsehaut, wenn ich dann denk, war wirklich geil.
00:26:13: Aber wie kommt man denn das so raus?
00:26:15: Die Driverless-Ergebnisse waren jetzt nicht so schlecht bei dem deutschen Formula Student-Event.
00:26:21: Aber trotzdem muss man ja immer gucken, dass man quasi aus durch den Rückschlägen, wie jetzt aus dem in Deutschland, dann irgendwie nach Fandreich, dann kommt dir direkt so ein überragendes Ergebnis, mein Gesamtsieg, ist ja unfassbar.
00:26:32: Ja, wie kommt man dann aus dem Loch da raus?
00:26:36: Wir sind es gewohnt.
00:26:36: Du bist schon über die Saison eigentlich schon so ein bisschen gefestigt, weil du musst schon viele Probleme lösen.
00:26:40: Und das ist halt bei uns, wenn die Leute da mitmachen und Bock haben, dann sind die dabei.
00:26:45: Und die haben das ganze Jahr lang so hart gearbeitet dafür, dass dieser Rennwagen da am Endeffekt steht.
00:26:50: Und dann lässt es dir nicht mal nicht machen.
00:26:51: Also dann ziehst du wirklich bis zum bitteren Ende durch, du gibst noch mal alles.
00:26:55: Aber wenn du nur zwei Stunden geschlafen hast die Nachts, da ist jeder wieder voll dabei und zieht halt durch und macht Zeit fürs Team.
00:27:02: Dieser Zusammenhalt, dieser Spirit, den wir da haben in unserem Team, das ist richtig geil und das hilft uns dann halt auch so in tiefen Phasen wieder in der Mockenheimringe rauszukommen und dann alles zu geben.
00:27:13: Aber jetzt seid ihr auch Studenten, nehmt das mal mit.
00:27:16: Wie feiern denn Studenten?
00:27:17: ein Gesamtzieg einer Formulierstudent Frankreich?
00:27:23: Ausgängig, ne?
00:27:24: Ja, der gewohnte Wein war eine halbe Stunde weg, war.
00:27:29: Ja, also, so wie man es sich vorstellt, das nehmen wir uns an, lassen wir es noch nicht nehmen.
00:27:32: Wir hatten da dann auch von dem Event selber so ganz teure Wein bekommen, der war schon gar nicht aufgefallen.
00:27:38: Die haben wir dann gebürdig aus unserer Siegertroffee getrunken.
00:27:42: Wir haben den ganzen Abend gefeiert, wir haben uns richtig ausklingen lassen und dann sind wir zurückgefahren.
00:27:47: Also, da wird natürlich dann, also die Emotionen waren da echt der Hammer.
00:27:52: Und jetzt will man ja irgendwie darauf aufbauen, kann man das überhaupt noch?
00:27:55: ... oder welche Ziele habt ihr davor?
00:27:59: Zu top geht es immer, so ist es nicht.
00:28:02: Wir sind natürlich noch nicht da, wo wir hin wollen.
00:28:04: Wir wollen auf Platz eins, das ist unser Ziel.
00:28:06: Das haben wir uns auch dieses Jahr wieder gesetzt, dass wir wirklich mit der Spitze konkurrieren und alles geben.
00:28:11: Und gerade jetzt auf den Events in Deutschland wollen wir natürlich dieses Jahr noch mal zeigen, was in uns steckt, was wir drauf haben.
00:28:17: Und diese Motivation und dann halt auch dieses Ziel vor Augen zu haben, da kann man natürlich immer was machen.
00:28:24: Bei der Technik ist es ziemlich tief ins Detail gehen.
00:28:25: Da gibt es immer noch Gewichtsoptimierung in dem Auto.
00:28:27: Da gibt es immer noch Optimierung in der Technik, die man betreiben kann.
00:28:30: Also wenn man Bock hat, kannst du das alles umsetzen.
00:28:33: Und das macht es dann aus.
00:28:34: Wie viele Vorgaben werden dann so gegeben?
00:28:36: Also man kennt das ja auch, wie nochmal der Vergleich zu Formel I. Da muss ja dann der Reifenabtreib so groß sein.
00:28:41: Man muss den Fahrer wiegen danach.
00:28:43: Wie schaut das bei euch aus?
00:28:44: Macht jetzt jedes Team auf einmal Allrad, also auf der Welt?
00:28:47: Oder sagt ihr da, ihr habt jetzt einen Movo?
00:28:49: Also Allrad fahren tatsächlich viele Teams mittlerweile, einfach weil es die aktuell die schnellste Variante ist und zu der hervorgaben.
00:28:57: Ja, wir haben auch genau wie die vor mir einzelnen dicken Schinken ein Reglement, wo wir uns daran halten müssen, sei es irgendwelche Maße, sei es Leistung, sei es Bauräume von wie wir unser Aeropaket hinmachen und und und und und und und und vor allem auch viele Sicherheitsaspekte, die in dem Reglement drinstehen, die wir dann natürlich auch einhalten müssen, die natürlich auch Ja, das habe ich mich wiederholt.
00:29:21: Einfach eingehalten werden müssen.
00:29:22: Ja, es ist schon sehr wichtig.
00:29:25: Es kommt öfters vor, dass Teams auch gar nicht fahren auf den Events, weil sie irgendwo eine Regel überlesen haben und dann ganz falsch gebaut haben.
00:29:32: Das kann schon vorkommen.
00:29:33: Das heißt, das knippelt hart.
00:29:34: Da musst du wirklich dreimal durchlesen, damit du nichts vergisst, auch nichts auslässt.
00:29:39: Und mein Effekt... Kann man sich auf der einen Seite sagen, es ist ein hartes Reglement, das ist schon echt blöd, wenn du nicht auf den Wenz fahren darfst.
00:29:45: Auf der anderen Seite ist natürlich die Sicherheit von unseren Fahrern im Vordergrund.
00:29:48: Und wenn da ein sicherheitskritisches System ist, was nicht die Vorgaben erfüllt und da ist irgendein Risiko für den Fahrer bei, dann geht es halt einfach nicht.
00:29:57: Und das ist schon wichtig und da sehen wir dann auch einen.
00:30:00: Ja, und auch die Fairness.
00:30:01: Muss man auch dazugehen.
00:30:02: Ja, klar.
00:30:03: Und Webbewerbsport, da gehört die Fairness dazu.
00:30:07: Der Geiste des Sports soll ja erhalten bleiben.
00:30:10: Maurice, Kost und Manufacturing klingt dir erst mal trockene.
00:30:13: Ist aber extrem wichtig.
00:30:14: Was musst du da zeigen?
00:30:16: Ja, der Kost Manufacturing Report kann man sich vorstellen.
00:30:19: Der ist so dreigekliedert.
00:30:20: Man hat zuerst wie Jonathan schon meinte.
00:30:22: eine Stückliste.
00:30:24: Also ich zeige den praktisch, dass wir alle Teile, die wir haben in unseren Stücklisten in verschiedenen Baugruppen sortiert haben etc.
00:30:31: Und von diesen Baugruppen wird immer eine ausgesucht, die ist auch vom Reglement vorgegeben.
00:30:35: Und die müssen wir dann genauer analysieren.
00:30:37: Das heißt, da geht es um Fertigungsprozesse, Kosten, die seit diesem Jahr auch Emissionen.
00:30:43: Und der dritte Teil, der ist dann so ein bisschen genereller, da wird einfach dein generelles Verständnis von Fertigung, Management und so getestet.
00:30:53: Ja, das glaubst du mal, kurz warst du Cosport.
00:30:56: Ich mein, du kannst mal kurz erklären, wie das so ist auf den Events, wenn denn die Judges ankommen, du stehst vor dem Rennwagen.
00:31:01: Ja,
00:31:01: ist das so ein bisschen wie so ein Colloquium, wo man quasi nicht die Wetscharbeit sondern das Auto verteidigen muss?
00:31:07: Genau, man kann sie so ein bisschen vorstellen, also das Auto steht meistens in der Mitte, wir stehen ums Auto drum rum und dann... kommen da drei bis vier Judges und da wird nicht schnell geschnackst, sondern irgendwann kommt der Gong und dann geht es los.
00:31:19: Und dann stellen die eben diese Fragen.
00:31:21: Meistens beginnt mit ja zeig mir mal dieses Teil in deiner Stückliste, dann zeigst du das.
00:31:26: Dann geht es weiter mit okay, dann sag mir mal, wie ihr das hergestellt habt, dann... erklärst du ihm, wie man das hergestellt hat.
00:31:32: Und der frickt dich dann einfach, ja, ich find den Beispiel mit dem Colloquium echt gut.
00:31:36: Aber das
00:31:36: ist aber schon gnadenlos, also das muss auch schon dazu sagen, die nehmen sich das Lenkrad, das nehmen sie dann ab, dann lassen sie sich teilweise sogar noch aufschrauben, könnten da ganz unten rein und sehen... Ja, mach
00:31:45: da mal kurz, nein.
00:31:45: Ja,
00:31:46: ja.
00:31:46: Und dann sehen sie, das ist so eine kleine Scheibe und dann sagen sie, die Scheibe da, wo ist die denn in eurer Liste?
00:31:50: Ah, ehrlich?
00:31:51: Ja, ja,
00:31:51: ja.
00:31:52: Also, wollen die wirklich Fehler finden, oder wie?
00:31:55: Ja, ja, da sind die trainiert drauf, das sind wirklich so Trüffelhunde, die Fehler finden.
00:32:00: Das erstens das und zweitens ist halt das Niveau auch einfach so hoch mittlerweile.
00:32:05: Also bei uns ist so, wenn man einen Teil nicht mehr drin hat, dann kann man sich eigentlich schon die Top-Fünf abschminken.
00:32:11: Das vorgestern sind die Ergebnisse der Weltrangliste rausgekommen, oder?
00:32:14: Ja.
00:32:14: Da haben wir uns ja angeguckt.
00:32:15: Ja, im Cost-Report sind wir auf der Weltrangliste tatsächlich auf Platz drei.
00:32:18: Wow,
00:32:19: wow,
00:32:20: da bin ich
00:32:21: richtig... Da
00:32:21: haben wir schon mal Datsch da draußen.
00:32:25: Da bin ich richtig stolz darauf auf mein Team und auch auf meine Vorgänger.
00:32:28: Ich mache das halt zwei Jahre im Cost-Report.
00:32:31: Oder das ist mein zweites Jahr und es werden immer die letzten drei, also auch die Vorarbeit von den Vormir, superklasse, wirklich einfach konstant, Korsreport oben mitgespielt.
00:32:40: Und wir sind halt da, wie ihr schon sagt, auf einem Niveau, wenn die Scheibe fehlt, dann ist eigentlich schon abgeschminkt das Podium.
00:32:48: Und dementsprechend bereitet man sich eben vor.
00:32:51: Jonathan, wie schaut denn so deine Rennwoche oder Eventwoche aus?
00:32:57: Von Ankunft bis im besten Fall den Weinlehrsaufen.
00:33:01: Am besten Fall bist du natürlich jetzt Teamcappen bei der Ankunft schon total fertig.
00:33:05: Und du musst auch dafür sorgen, dass dann irgendwie das ganze Material, dass alle Leute da irgendwie hinkommen, dass alles eingepackt ist.
00:33:11: Das beginnt auch immer schon Wochen davor mit der Vorbereitung.
00:33:14: Da wird sich Pläne aufgestellt, was für Pflegung gibt es wann, wer ist überhaupt dabei, wer hat sich angemeldet.
00:33:19: Wo wurde denn doch vielleicht noch mal vergessen, irgendwo auf der Anwälteseite vom veranstalteten Versicherung zu hinterlegen oder so.
00:33:25: Da bist du natürlich dann schon echt... ... knackig hinterher.
00:33:28: Aber wenn du dann schon mal da bist, ... ... also dann fahren wir wirklich morgens ganz früh los, ... ... zum Beispiel an Hockenheimringen, ... ... da sind wir mal relativ früh unterwegs.
00:33:35: Wir kommen dann an, die ersten Teams ... ... haben schon ihre Camps aufgebaut ... ... und dann liegt sich so dieser Scheiter um ... ... und dann geht es so in diesen ... ... Formula Student Event-Mod rein ... ... und dann teilen wir schon mal so ein bisschen auf, ... ... dann geht die Hälfte der Truppe, ... ... geht direkt an den Hockenheimringen, ... ... bringt den Rennwagen dahin, ... ... baut dort die ganze Box auf, ... ... also wir kriegen so einen Raum zur Verfügung gestellt, ... ... wo der ganze Werkzeug steht, ... ... wo der Rennwagen steht, ... ... wo wir alles an diesem Rennwagen ... halt erledigen müssen.
00:33:57: und ich bin am meisten immer auf der Eventzeit mit und schau, dass da das ganze Camp aufgebaut wird, dass jeder was zu tun hat, dass da jetzt keine Leute hier schon anfangen sich ein Bier aufzumachen, bevor es überhaupt losgeht und da musste dann wirklich immer knackig hinterher sein.
00:34:10: und wenn der Tag dann anfängt.
00:34:13: Dann schedulest natürlich mal alles, guckst, dass jeder auch wirklich da ist, wohin gehört.
00:34:17: Du guckst der Rennwagen, musst dann dann da sein.
00:34:19: Klappt das alles?
00:34:20: Hast du diesen Zeitplan im Blick?
00:34:21: Gibt es irgendwo Probleme?
00:34:23: Wie viele Teile, die jetzt vielleicht kaputt gegangen sind, die du nachorganisieren musst?
00:34:26: Und wenn der Tag dann geschafft ist, dann gibt es dann mal eine Teambesprechung.
00:34:29: Das ist immer so ein Ritualabend.
00:34:30: Da trommeln wir dann mal die ganze Mannschaft zusammen.
00:34:32: Da sind wir dann auf den Events meistens immer so mit vierzig, fünfzig Leuten ungefähr.
00:34:36: Die kommen halt all zusammen.
00:34:37: Machen wir eine kleine Besprechung, was den Tag gut gelaufen, was der Tag schlecht gelaufen.
00:34:41: Wer kriegt noch mal eine besondere Auszeichnung?
00:34:43: Das Essen hat wieder Vorrang geschmeckt, der wird immer von der Koch geklatscht.
00:34:46: Und dann besprechen wir den nächsten Tag, was liegt an, wer muss wann wo sein.
00:34:50: Und wenn das dann erledigt ist, dann bin ich meistens mal relativ k.o.
00:34:54: Gehen wir schon pennen.
00:34:55: Die anderen trinken dann vielleicht noch ein Bierchen oder so, lassen den Tag noch mal Revue passieren.
00:34:58: Und dann beginnt der nächste Tag, ja.
00:35:01: Man merkt ja, ihr habt da schon brutale Leidenschaften, was ja auch super ist.
00:35:04: Aber wie kann man sich denn da überhaupt noch... motivieren, zu normalen Vorlesungen zu gehen während der Studienzeit.
00:35:10: Ich glaube, das ist mit der schwierigsten Thema auf jeden
00:35:13: Fall.
00:35:13: Ich glaube auch, viele von uns machen dann einfach länger, wie ich vor euch schon angesprochen habe.
00:35:19: Die versuchen einfach, ein paar Klausuren zu schieben, hängen ein Semester dran.
00:35:25: Wie man sich motivieren kann, dann die Vorlesung zu gehen.
00:35:27: Klar, man ist ja immer noch irgendwo Student.
00:35:30: Man muss die Brücke finden.
00:35:31: Ich glaube, das ist einfach das Schwierigste.
00:35:32: Und da gibt es ganz viele Beispiele, die sich dann in Einstellmotorsport vorrennen.
00:35:36: Und dann gibt es aber auch die anderen Beispiele, die sagen, ja, ich mache das für Einstell, das für Einstell, das für Einstell und dann machen sie aber Studium.
00:35:43: Da einfach die Brücke zu finden ist, glaube ich, für die Teammittel mit am Schwierigsten.
00:35:46: Und da tun wir uns... glaube ich auch schwer, deswegen auch neue Leute zu finden.
00:35:51: Ja, voll, aber du musst halt immer so ein bisschen die Waage finden.
00:35:53: Also ich finde, wenn die Leute bei uns schon im Motorsport sind, dann haben die schon irgendwie so ein bisschen in den Gehen, dass er auch unter Druck wirklich performen können so.
00:35:59: Und die Leute kommen dann an, wir konstruieren jetzt jetzt gerade wieder bis in Dezember rein, wahrscheinlich sogar noch ein bisschen in Januar und im Februar stehen die ersten Klausuren an und dann gibt's halt zwei, drei Wochen, da wird dann Gas gegeben, da wird er gelernt, gelernt, gelernt, auf die Klausuren, dann werden die Klausuren geschrieben, hoffentlich dann alle bestanden und dann geht es halt weiter mit dem Rennwagen.
00:36:16: Aber das gehört halt dazu.
00:36:19: Ich sage auch mal, wenn die Leute zu uns kommen und sehr motiviert gleich reinstarten, wenn du nicht studierst, dann kannst du nicht hier sein.
00:36:24: Das heißt, du musst diese Waage halten, du musst deine Klaison bestehen, du musst deine Regelstudienzeit schaffen.
00:36:29: So ist nicht.
00:36:30: Aber sonst versuchst du natürlich, es macht halt brutal Spaß.
00:36:34: Also du procrastinierst quasi schon bei Einstein Motorsport.
00:36:37: Jetzt macht ihr das ja auch irgendwo auch natürlich auch für eure Zukunft, dieses Einstein Motorsport.
00:36:42: Was habt ihr so ein bisschen vielleicht bis jetzt schon mitnehmen können aus der ganzen Zeit, wenn man immer sagt, ja das habe ich aus meinem Studium mitgenommen.
00:36:48: Was habt ihr denn von Einstein Motorsport bisher schon mitgenommen?
00:36:52: Ich glaube erst mal viele, viele, viele gute Erinnerungen, die ich mich mal lebte, auch erinnern werde.
00:36:58: Und für die Firma oder für mein Arbeitsleben später denke ich halt einfach ganz viel wie Soft Skills im Team arbeiten, aber auch Ingenieurs.
00:37:14: Das ist ein bunter Mix und irgendwo auch Freunde fürs Leben gefunden.
00:37:17: Ja, definitiv.
00:37:18: Also Zusammenhalt ist mega groß.
00:37:19: Ich muss auch sagen, ich bin ja auch aus meiner Ausbildung rausgekommen, wie ich aus meinem Babytour rausgekommen bin, nämlich planlos.
00:37:25: War dann wieder so, hängst du in der Luft?
00:37:26: Was machst du denn jetzt?
00:37:28: Und ich finde, hier bei Einstein habe ich das erste Mal dann wirklich erlebt, worauf ich Bock habe.
00:37:34: Also du hast halt so viele verschiedene Bereichen, ob es Wirtschaft, Projektmanagement, Ingenieurwesen, ob es Qualitätsmanagement ist, du hast wirklich alles dort vertreten.
00:37:42: Und da kannst du mal ausprobieren, ey, was liegt mir eigentlich?
00:37:44: Bin ich der, der hier Ingenieur ist, der alles ausrechnet, der an dem Rechner lange arbeitet, sich tief in diese komplexen Themen reinarbeite, bin ich mehr der Organisator, der im Hintergrund steht, bin ich mehr der der Business-Macht, der mit den Sponsoren redet und... Normalerweise, wenn du eigentlich der Motorsport gemacht hast, weißt du danach, worauf du Bock hast.
00:38:02: Das ist schon mal so wegweisend für das Studium oder für die Zeit nach dem Studium, riesengroß.
00:38:07: Und dann mit den Partnern zusammen ist natürlich noch viel geiler.
00:38:09: Du weißt schon, worauf du Bock hast.
00:38:11: Und dann hast du noch geile Unternehmen.
00:38:13: Also, meiner Meinung nach sind die Unternehmen eh sehr cool, die den Formula Student Team unterstützen, weil die zeigen ja auch dementsprechend auch, dass sie Bock drauf haben, dass die junge Leute unterstützen wollen.
00:38:21: Und wenn du so ein Unternehmen dann noch an der Hand hast oder Kontakt hast, das ist eine Win-Win-Situation.
00:38:27: Stifvert Partner und Sponsoren.
00:38:28: Ja, ohne die läuft glaube ich gar nichts bei euch.
00:38:31: Wie erklärt man denn so Unternehmen, warum sie denn so ein Studententeam unterstützen sollen?
00:38:40: Ich glaube, die Sponsoren wissen schon mal ganz gut, worum es geht.
00:38:44: Also, die verstehen schon, dass da viele Leute sind, die neben dem Studium wirklich sehr viel leisten und auch sehr viel Know-how sich aufbauen während des Studiums.
00:38:51: Und das ist natürlich dann dementsprechend irgendwie schon mal relativ interessant.
00:38:54: Am liebsten laden wir es natürlich zu uns ein.
00:38:56: Da kommt man an die Werkstatt, kommt man zu uns, wir führen euch mal rum und wir zeigen euch mal wirklich, woran wir hier arbeiten ist mal das Beste.
00:39:01: Ansonsten bringe ich mal so eine kleine Präsentation mit, damit man sich wenigstens ein bisschen runter vorstellen kann, was hier abgeht.
00:39:09: für unsere Goldsponsoren, also die wirklich viel für unseren Team geben.
00:39:12: Da organisieren wir auch mal einen Sponsorenfahren einmal im Jahr.
00:39:14: Das ist auch richtig cool, also die Sponsoren haben die Möglichkeit, dann zu uns zu kommen und den Rennwagen zu fahren.
00:39:19: Das sorgt auch mal für sehr viele lustige Erlebnisse, wenn die Sponsoren das erste Mal den Rennwagen fahren.
00:39:24: Und ansonsten natürlich müssen die auch erst mal von uns aufmerksam werden.
00:39:28: Also wir versuchen da uns schon wirklich, möglichst gut zu verkaufen, irgendwie möglichst viel in die Richtung was zu machen, weil es halt vom Projekt abhängig ist.
00:39:35: Und umso mehr Reichweite wir irgendwie generieren können, umso mehr Leute auf uns aufmerksam werden, umso besser ist es dann halt.
00:39:41: So ein Auto ist ja kein Schnäppchen, was Jack da so drin könnte.
00:39:43: Aber man muss nur aus einem Nähkästchen plaudern.
00:39:44: Also, ja, wie schafft es auch dann jedes Jahr die...
00:39:48: Was schätzt du?
00:39:49: Ja, was schätzt
00:39:50: du?
00:39:50: Ich hab ja so ein paar Zahlen hier bei mir stehen.
00:39:52: Projektkosten größer als eine halbe Million.
00:39:54: Ein Material kostet ca.
00:39:56: Achtzigtausend.
00:39:58: Ja?
00:39:58: Ja,
00:39:59: also... Um den Dreh vielleicht.
00:40:01: Ich weiß nicht, also Materialkosten kann man wirklich sagen, so rund um eine halbe Million Euro.
00:40:06: Aber dazu kommt halt, dass wir das ja alles für den Verein machen.
00:40:11: Wenn wir jetzt noch das ganze überspitzt sagen würden, wir verdienen wie Ingenieure, dann kommt man da locker über eine Million Euro.
00:40:18: Also es besteht halt aus den Kosten, die der Rennwagen einmal hat.
00:40:22: Alleine die ganzen Produktionskosten, die Fertigungskosten, da ist bis schon bei einer halben Million Euro.
00:40:26: Und für den Kosteport wissen wir ganz genau, was wir dafür bezahlen würden, wenn wir auch einfach unsere Stunden damit einberechnen.
00:40:31: Und dann würde es tatsächlich in der Praxis, also eine Million Euro kosten oder über eine Million Euro kosten, diesen Rennwang in einem Jahreszyklus halt einmal zu bauen.
00:40:40: Beindruckend wirklich.
00:40:41: Die Teile, wo jetzt hier hat, das sind auch klar Eigenproduktionen.
00:40:47: So ein Lenkrad.
00:40:48: Wenn ich das mal hier kurz in die Hand nehmen.
00:40:50: Ja klar.
00:40:53: Wie geht man da vor?
00:40:54: Also man hat ja vier Knöpfe, wir sind am Radio, hier hat gar die Standbesitzer oder Standgäste könnt ihr sehen.
00:41:00: Im Radio leider nicht, aber da gibt es vier Knöpfe, zwei Regler.
00:41:04: Sieht relativ spartanisch aus.
00:41:05: Also wenn man das so sonst kennt, was steckt denn da so alles drin?
00:41:10: Ja, also zunächst einmal, die Knöpfe sind dafür da, um die richtigen Modi auszuwählen.
00:41:15: Also wenn ich manuell fahren möchte.
00:41:18: wähle ich mein manuellen Modus aus, aber wir können auch Driveless fahren, das macht man dann auch über.
00:41:25: Wenn ich Driveless fahren will, dann wähle ich eben den Driveless-Mode aus.
00:41:29: Oder wenn ich auch verschiedene Daten mir auf mein Display anziehen will, dann mache ich das auch über die Knöpfe.
00:41:34: Hinten habe ich Möglichkeit, mir immer eine von den vielen, ich sage jetzt mal, Fahrassistenzsystem draufzulegen, jetzt ganz einfach eine Slip-Control, dann kann ich die mir einfach beifahren, entweder stärker oder schwächer stellen.
00:41:46: Und die anderen sind eben da unten.
00:41:49: TV, wie ich vorhin die meint habe, Talk Vectoring.
00:41:51: Also diese Drehmomentenverteilung, die kann halt eben stärker oder schwächer sein.
00:41:55: Und Mode kann man sich eben auch mit einer dieser Fahrassistenten eben einfach belegen.
00:41:59: Und das ist einfach, um beim Fahren nochmal sich anzupassen, weil halt doch Temperaturen anders sind, der Boden ist anders, vielleicht ist der Boden ein bisschen dreckig, etc.
00:42:10: und dann kann man sich oft nicht vorbereiten, weil auf den Events... hat man praktisch keine Chance vorher auf die Strecke wirklich zu können.
00:42:17: Man hat keine Training Sessions, wie es bei der Formel I ist.
00:42:21: Man hat zwar eine Test-Area, die ist aber nicht die, wo wir am Ende fahren
00:42:26: und
00:42:27: so ein Boden und so, ich sage jetzt mal, fünf bis zehn Grad, die machen schon sehr, sehr, sehr viel aus und dann sind die einfach zum Adjusten beim Fahren,
00:42:37: genau.
00:42:39: Und ansonsten ja, wir haben noch einen Creek Release, um das eben schnell abzubekommen, weil der Fahrer muss innerhalb von fünf Sekunden aussteigen.
00:42:46: Das wird zum Beispiel auch getestet, bevor man fahren darf als Fahrer.
00:42:51: Ja, und dann, ich glaube, ich bin einmal durch.
00:42:53: Den Lenkrad.
00:42:54: Mehr geht's nicht, ja.
00:42:55: Das sind natürlich
00:42:56: viele verschiedene Materialien, die wir da haben.
00:42:57: Ich will eine Sache, die ich ja mal kurz zeigen kann, dass doch gerne man die Hand nehmen muss.
00:43:04: Ich beschreib's mal, das ist so ein schwarzes Brett.
00:43:08: Man kennt das Muster, das ist dieses Carbonen-Muster,
00:43:11: wo
00:43:11: man... mit diversen Sportwerken immer findet.
00:43:15: Und wenn man das mal den Seitenanschnitt reinguckt, das sind dann so Rillen drin.
00:43:18: Aber es ist relativ leicht.
00:43:19: also für die Größe.
00:43:19: Genau, du kannst auch gerne mal da versuchen, durchzuberechnen, wenn du Lust hast.
00:43:22: Also versuch mal, will ich mit aller Kraft.
00:43:24: Da bewegt sich in der Regel gar
00:43:26: nichts.
00:43:26: Das ist jetzt, wenn man einen Außenteil aus unserem Monocoque ausschneiden würde, dann würde das so aussehen.
00:43:30: Also das ist quasi das, was dann im Endeffekt halt verbaut ist.
00:43:33: Das ist so ein Vollkabonstruktur, das sind so drei Lagen aus Karbon.
00:43:37: Dann kommt da drin so eine Aluminium-Wabe, die halt dafür da ist, um halt möglichst bestens halt diese Kraft aufzunehmen.
00:43:42: und hier sind noch mal wieder drei Lagen von Vollkabonen.
00:43:45: Und das ist im Endeffekt das, was diesen Rennwagen mit aushält.
00:43:48: Das ist extrem leicht.
00:43:49: Das ist wirklich sehr, sehr leicht.
00:43:50: Das ist sehr steif und sehr hart.
00:43:52: Und unser ganzer Rennwagen besteht quasi aus diesem Material.
00:43:54: Das ist sehr aufwendig herzustellen, sehr aufwendig zu produzieren, auch sehr teuer.
00:43:58: Aber das ist das, was mit dem Rennsport verwendet.
00:44:00: Und nachher auch beim Flugzeug zum Beispiel, im Leichtbau sind auch Karbonplatten
00:44:03: oder
00:44:04: Glasfaserplatten halt so mit dabei.
00:44:06: Ich weiß noch, was da im Moment steht.
00:44:09: Und das ist natürlich auch so eine Besonderheit, die wir bei uns in der Formulas Tune haben, dass wir damit so hochwertigen Materialien arbeiten dürfen.
00:44:16: Und sind wir jetzt auch gerade wieder dabei.
00:44:18: Also die ersten Tests, wir waren gerade vorhin noch rum in der Werkstatt, da werden schon die nächsten Tests für die nächste Saison gemacht.
00:44:24: Genau, das Thema Sicherheit, das war jetzt eben eine Sache, die wir dann auch vorweisen müssen bei diesen technischen Abnahmen.
00:44:29: Wir haben hier, das ist praktisch extra eine Testplatte, die wir auch zusätzlich zum Rennwagen herstellen müssen und testen müssen.
00:44:36: Und dann zeigen wir eben anhand der Testdaten, hey Sohn, so viel Hals aus bis eben dieser Knick in der Mitte
00:44:40: stand.
00:44:40: Ah, okay.
00:44:41: Ja, das ist jetzt gerade so der Sollpunkt.
00:44:43: Genau.
00:44:45: Und das müssen wir alles vorher in am Anfang der Rennwoche eben zeigen und beweisen, sag ich jetzt mal, damit wir überhaupt fahren dürfen.
00:44:53: Und deswegen, ja.
00:44:54: Habe ich mittlerweile ganz entspannt ins Auto orken, weil ich weiß, dass meine Jungs das alles sicherer und richtig machen.
00:45:00: Ich habe es vorher mal kurz angesprochen und ja auch kurz driverless.
00:45:04: Da wart jetzt in Deutschland nicht ganz so schlecht, war ein relativ guter Platzierung, habe ich gesehen.
00:45:09: Und was ist das ja nochmal genauer?
00:45:12: Das ist ganz besonders bei unserem Rennwagen, der fährt autonom.
00:45:16: Das heißt, da muss kein Fahrer drinsitzen, der kann von alleine fahren.
00:45:19: Den schieben wir dann quasi auf die Rennstrecke, dann aktivieren wir das System.
00:45:22: Da hat oben ein Liedersystem dran.
00:45:25: Das ist auch in modernen Autos zum Beispiel verbaut.
00:45:26: Dann scannt der eigenständig die Strecke und fährt diese Strecke dann auch ab.
00:45:31: Und das teilweise sogar schon schneller als die mit Fahrer.
00:45:34: Das heißt dadurch, dass man sich natürlich das Gewicht von dem Fahrerspart, diese siebzig Kilo, sechzig Kilo, ist man natürlich viel leichter mit dem Rennwagen unterwegs, sondern fährt das Auto wirklich autonom.
00:45:43: Autonom würde ich selbst denken durch diese Strecke und das verdammt schnell.
00:45:46: Und das kann unser Rennwagen dementsprechend auch.
00:45:48: Das machen nicht allzu viele Teams oder können auch nicht allzu viele Teams auf der Welt.
00:45:52: Das heißt, da ist man schon hier oben, also in einem höheren Sektor mit dabei, ist es sehr komplex, sehr kompliziert und braucht auch sehr viel Zeit, das wirklich sauber rauszutesten.
00:46:02: Aber wenn es da mal funktioniert, ist es wahnsinnig beeindruckend zu sehen.
00:46:05: Welche Teams sind denn da so oben Weltspielzimmer dabei neben euch?
00:46:08: Also wir konkurrieren zum Beispiel mit unseren Freunden aus Gralsruhe zum Beispiel.
00:46:12: Also Deutschland hat dann quasi mehrere Teams, oder?
00:46:14: Deutschland
00:46:15: hat bis zu achtzig Teams, ja.
00:46:16: Also es gibt achtzig Teams in Deutschland.
00:46:18: große Universität hat eigentlich ein eigenes Formular Student Team.
00:46:20: Das heißt, da ist es schon sehr breit aufgestellt.
00:46:23: Dann gibt es in Österreich zwei Teams, die uns da ein bisschen die Weltrangspitze strittig machen.
00:46:27: Das heißt, da gibt es noch starke Konkurrenz von zwei Teams, einmal aus Graz und einmal das Juwanäum-Team.
00:46:33: Und hier in Deutschland sind es dann eigentlich auch so ein bisschen die Teams hier aus dem badenvölkischen Raum, beziehungsweise Dresden, ein Teil wäre sie noch mit dazu.
00:46:40: Und Stuttgart, dann dementsprechend Karlsruhe.
00:46:44: Und das sind so, dies geht zu schlagen.
00:46:47: Also die Schwaben, die sonst immer mit den Autos gut drauf haben, mit den normalen können, auch offenbar.
00:46:52: Studierende gut aufs Bilden.
00:46:54: Ihr habt vorhin gesagt, seit dem Team von achtzig Personen, man hockt vielleicht auch viel aufeinander.
00:47:00: Viele Monate, was hält so ein großes Team?
00:47:03: und vor allem, wenn es mal nicht so läuft.
00:47:07: Die Leidenschaft?
00:47:08: Ja, Leidenschaft auf jeden Fall.
00:47:09: Wenn es mal nicht so läuft, dann ist aber auch teilweise echt Krise.
00:47:12: Also das lässt sich nicht aus, wenn man, wenn man macht sich Stunden zusammen eine Woche gearbeitet hat, dass man sich da mal ein bisschen Jahre bekommt.
00:47:18: Aber da muss man einfach mit umgehen können.
00:47:21: Das gehört einfach auch dazu.
00:47:22: Das muss man auch lernen fürs Arbeitsleben später, dass man damit umgehen muss.
00:47:25: Und ich sage mal, dass jedem tief kommt, wenn ich auch wieder hoch.
00:47:28: Also das kennt man auch aus dem ganz normalen Umfeld.
00:47:31: Wer aufgibt, der... Also das kann ich auch nicht so gerne leiden, das heißt wird nicht aufgegeben, das heißt wird immer wieder versucht, es wird weiter versucht und wenn man das dann wirklich mit Leidenschaft weiter durchzieht, dann kommt man auch an den Punkt, wo es dann klappt und dann ist man einfach umso stolzer darauf, dass er wieder funktioniert.
00:47:45: Aber wenn ich mal sagen müsste, was das Team so das Jahr über zusammenhält, das ist wahrscheinlich tiefgepitzer und Energy-Dwings war.
00:47:51: Gab es schon mal einen Moment, wo ihr gesagt habt, das hat das euer Team mal so richtig zusammengeschweißt?
00:47:55: Oder war es der Sieg in Frankreich?
00:47:57: Boah, dieses Verlieren auf Hockenheim und dann das Gewinde auf Frankreich, was war für die ganze Truppe, die da anwesend war, schon echt krass.
00:48:04: Ich
00:48:04: glaube, ein Meilenstein ist immer die allererste Fahrt im Jahr.
00:48:07: Das ist auch immer so ein Meilenstein, wo man dann wirklich merkt, okay, jetzt hat jeder Bock, weil da hat jeder wirklich ein halbes Jahr konstruiert, zwei, drei Monate zusammengebaut und dann sieht man auch am Anfang eher langsam das Auto als erste Mal fahren.
00:48:21: Und da geht jedem auch wirklich das Herz auf und der auch als Zugliff funktioniert und seine Baugruppe hält.
00:48:26: Und das weiß dann, ich glaube, das ist auch so ein Moment in der Saison, der immer sehr prägend ist, würde ich mal sagen.
00:48:31: Wir haben da ja auch so Meinsteine festgelegt, dass zum Beispiel der Design freeze, dann darf nichts mehr an der Konstruktion vom Out verändert werden.
00:48:38: Das heißt, der Stand wird eingefroren, das Design wird gefreezed, sag ich mal.
00:48:42: Und wenn das dann durch ist und wirklich alles geklappt hat in den Zeitplan ist schon mal echt teuer, teuer, also dann haben die Leute schon mal auch nicht was gerissen, dann wird das Auto jetzt gebaut.
00:48:50: Dementsprechend, das ist das erste Mal, wenn das Monokock aus der Form rauskommt, das wird in so einem riesigen Ofen gebacken.
00:48:56: Und dann enthöhlt man das quasi wie so ein Geschenk, was man auspackt.
00:49:00: Und wenn das da sauber rausgekommen ist, dann ist da ja auch mal eine große Feier, dann freuen sich alle und dann sind alle echt auch mega stolz drauf.
00:49:05: Und dann, wie gesagt, was Morissi sagt, die erste Fahrt ist natürlich dann echt schon auch sehr bewegend.
00:49:10: und dann das erste Event und dann geht's ab, ne?
00:49:11: Ja,
00:49:12: er gliebt es ja schon, wenn ich die Folie vom Handy so abmachen kann beim ersten Mal.
00:49:15: Ja,
00:49:15: ja, ja.
00:49:15: Und dann
00:49:16: hat man so ein ganzes Teil daraus bekommen.
00:49:18: Das ist ja cool.
00:49:20: Ja, was ich noch ganz spannend finde, ihr seid ja auch Studententeam, gibt es irgendwelche Aufnahmeretore für die neuen beim Team?
00:49:27: Also im Grundsätzlich haben wir natürlich so ein bisschen das Standardprozedere, also bei uns wird auch ein Bewerbungsgespräch geführt, das heißt, da wird er so ein bisschen abgecheckt, da hat die Person wirklich Bock, so ist sie motiviert, vielleicht bringt sie sich schon ein bisschen Vorfahrung, was natürlich optimal ist.
00:49:40: Und da kann man ja schon so ein bisschen abchecken, wie sieht es aus, und dann werden wir ins Team aufgenommen und dann gibt es halt so die ersten Aufgaben und dann versteht man schon, ey, sind die Leute, wo kann man sie gut einsetzen, warum ist er Bock drauf?
00:49:49: Aber wir haben jetzt kein so geheimes Aufnahme-Miritoise, wie man's dann so manchmal hört.
00:49:55: Ja, okay.
00:49:57: Kommen wir noch mal zu den Jahrzehnten.
00:49:59: Worauf freut ihr euch in der kommenden Saison am meisten?
00:50:04: Boah, gute Frage.
00:50:05: Ich freu mich auf FSG.
00:50:09: Ich glaube, nach der Niederlage war es trotzdem noch sehr gut, aber dem eher etwas schlechteren Resultat aus letztem Jahr zurückzukommen und zu zeigen, hey, wir haben es eigentlich.
00:50:23: Eigentlich wäre das so schon letztes Jahr passiert.
00:50:25: Ich habe ja meine Rolle jetzt mal weitergegeben, das heißt, es gibt jetzt eine neue Projektleitung, das sind drei Leute aus unserem aktiven Team.
00:50:32: Und ich glaube, wenn die ihre erfolgreiche Saison hinter sich haben und dann so darauf zurückblicken können.
00:50:37: Und ich dann auch weiß, dass ich mir das Beste dafür getan habe oder das Beste dafür getan habe, dieses Aktiveteam so zu unterstützen, dass sie auch diesen Erfolg erleben dürfen, dass sie auch so stolz auf dieses Projekt sind und dass sie auch so zusammenschweißt.
00:50:48: Ich glaube, das ist für mich mein Moment.
00:50:49: Da schaue ich ja auch am meisten darauf hin.
00:50:52: Ich will einfach, dass die es halt auch krachen lassen, dass sie halt auch richtig, richtig geil performen.
00:50:56: Und das könnte ich denen auch vom ganzen Herzen
00:50:59: hören.
00:51:00: dass ihr euch intern gesteckt habt für nächstes Jahr?
00:51:02: Top fünf auf jedem Event, ja.
00:51:04: Auf jedem Event?
00:51:05: Ja.
00:51:05: Das ist doch mal eine Ansage.
00:51:06: Sehr cool, dann kommen wir auch langsam mal was hier zum Ende.
00:51:09: Wenn jetzt z.B.
00:51:10: Studierende zuhören bei dem Podcast, warum sollte man denn bei Einstein Motorsport mitmachen?
00:51:14: Warum macht's denn so Bock?
00:51:16: Naja, irgendwo für seine eigene Zukunft, das Thema hatten wir vorhin schon angesprochen, aber auch irgendwo, man findet Freunde, man hat eine Community, man ist connected an der Hochschule.
00:51:25: Hey, hast du mal die Vorlesung von dem, hast der Altklauson von dem Professor, aber auch irgendwo Freunde zu finden, Anschluss zu finden, auch irgendwo connected zu der Hochschule zu sein, also zu den Laboren oder dies oder das oder man kann bei uns auch sehr, sehr gut Studienarbeiten machen, Bachelorarbeiten oder auch Masterprojektarbeiten.
00:51:46: Also, ich glaube, das sind so mit die Haupt.
00:51:48: Gründe oder habe ich was vergessen, Jonathan?
00:51:50: Ja, ich glaube, wenn du einfach ein motivierter junger Mensch bist, der Bock hat, auch ein bisschen was zu reisen, der Lust hat, neben dem Studio noch ein bisschen mehr zu machen, dann ist ein Formel der Student-Team genau das Richtige.
00:52:01: Also da sollte man hingehen, um wirklich Gas zu geben, dass so richtig geile Leute, und das verspreche ich, also da kommen wirklich von überall richtig coole Leute zusammen.
00:52:09: Da ist ein geiles Projekt, du darfst ein Rennwagen bauen als Student, du darfst mit richtig teuren Sachen richtig geile Scheiß machen und... da kann man eigentlich nur Bock drauf haben, also selbst ob man jetzt aus der Automobilbranche kommt oder ob man nicht aus der Automobilbranche kommt, ob man damit was zu tun hat oder nicht, ist eigentlich völlig egal, wir nehmen jeden und das ist wirklich also... Maurice hat es vorhin mal erwähnt, das sind Momente, die vergisst du dein Leben lang nicht.
00:52:32: Das ist eine Zeit, die du dort hast als Student.
00:52:34: Ich glaube, das ist das, was dann ein, die Eltern dann immer sagen.
00:52:37: Du bist Student, Jonathan.
00:52:39: Jetzt musst du mal was erleben.
00:52:39: Das ist die beste Zeit im Leben.
00:52:41: Und diese beste Zeit neben dem Studio, das kann man schon Motorsport haben.
00:52:45: Damit schiere ich ganz, ganz viel Erfolg für das Jahr.
00:52:47: Und ein sehr, sehr erfolgreiches Jahr.
00:52:49: Und toll, toll, toll, dass jede Schraube hält, Maurice und Jonathan von Einstein Motorsport.
00:52:54: Vielen
00:52:55: Dank.
00:52:55: Danke.
00:52:55: Danke schön.
00:52:56: Das
00:52:57: Donau-Drei-FM Weihnachtsmarktradio direkt
00:53:00: vom Ulmer Münsterplatz auf Deine Ohren.
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