Das DONAU 3 FM Weihnachtsmarkt-Radio mit den Filmemachern Matthias Wissmann und Philipp Linke
Shownotes
Seit 2023 gießen sie mit „bonkt“ die Absurditäten des Alltags in eine große bunte Film-Gießkanne – können aber auch höchst seriös mit Spielfilm-Debüts wie „Vexier“. Über die Freude am Filmemachen sprechen beide in diesem Podcast. Bonkt!
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00:00:03: Das Donau-Dreifem Weihnachtsmarkt Radio direkt
00:00:06: vom Ulmer
00:00:06: Münsterplatz auf deine Ohren.
00:00:09: Einen wunderschönen guten Abend, guten Tag und gute Nacht und herzlich willkommen im Donau-Dreifem Weihnachtsmarkt Radio, Studio, Podcast, Aufzeichnungshaus.
00:00:19: Bei mir zu Gast sind heute Matthias Wissmann und Philipp Linke, die Avantgarde der Ulmer Filmemacher, gibt ja nicht so viele hier in Ulm.
00:00:26: Das wächst aber gerade ganz ordentlich, was ich ganz, ganz toll finde.
00:00:29: Ganz herzlich willkommen.
00:00:30: Schön, dass ihr da seid.
00:00:32: Hallo.
00:00:33: Hallo, danke für die Einladung.
00:00:34: Ja, vielen Dank.
00:00:35: Ich schreibe mir immer vor so ein Moderationstext, damit die Leute auch wissen, mit wem sie es zu tun haben.
00:00:39: Ich lese Ihnen das einfach mal vor und ihr könnt danach sagen, ob das so stimmt.
00:00:42: Unbedingt.
00:00:42: Oder vielleicht auch nicht.
00:00:43: Zwei junge Ulmer-Filme-Macher, irgendwo zwischen Kubrick, Schlingsieff und Monty Python, seit Jahrzehnteinzwanzig, gießen sie mit Bonkt die Absurditäten des Alltags in eine große bunte Filmgießkanne.
00:00:54: Können aber auch höchst seriös mit Spielfilmdebüs wie Vexir.
00:00:58: Das ist dein Spielfilmdebü.
00:00:59: Langfilm läuft gerade auf Festivals, kann man auch letztlich sprechen.
00:01:02: Über die Wichtigkeit von Geröll, die Freude am Film machen und die Ernsthaftigkeit von Gewalt sprechen wir beide mit euch beiden heute in diesem Podcast.
00:01:11: Seid ihr damit einverstanden?
00:01:13: Ja, ist selbstverständlich.
00:01:14: Also, wenn man mit solchen Namen natürlich in einen Raum geworfen wird, ist es schon... Ja, ja, also hochgestapelt,
00:01:19: aber... Mir ist nichts Besseres eingefallen.
00:01:21: Ich erinnere mich, du bist ja Preisträger von Förderpreis Junge Ulmer Kunst, Kategorie Film vom letzten Jahr oder vom... Ja, das ist
00:01:27: kann ich mir mit Fallen
00:01:28: zwei... Ja, richtig vor... Aber du warst vor Scham, warst du, oder?
00:01:31: Ja, genau, das war im Jahr... Ja, genau, das war im Jahr... Ja, genau,
00:01:33: das war im Jahr... Ja, genau, das war im Jahr... Ja, genau, das war im Jahr... Ja, genau, das war im Jahr... Ja, genau, das war im Jahr... Ja, genau, das war im Jahr... Ja, genau, das war im Jahr... Ja, genau, das war im Jahr... Ja, genau, das war im Jahr... Ja, genau, das
00:01:42: war im Jahr... Ja, Ja, ist natürlich irgendwie ein bisschen bizarr, weil man, ich glaube, dass man selber so macht, man hat ja immer Verbesserungspotenzial und denkt man kann ja, also man bewegt sich ja die ganze Zeit und dann ist es natürlich sehr schmeichelhaft, aber auch ein bisschen krass, glaube
00:01:59: ich.
00:01:59: Wie geht es dir damit, wenn du so was hörst, wenn man immer irgendwie versucht, man versucht, denn die Leute immer in irgendwelche Schubladen zu stecken, damit man sie besser versteht, nervt dich das eher oder denkst du, oh cool, das ist jetzt ein schöner Vergleich.
00:02:10: Nee, ich würde sagen, für mich ist es irgendwie so, ich verstehe das, dass Leute sich da irgendwie Ankerpunkte setzen müssen, damit sie irgendwas einordnen können.
00:02:20: Für mich ist es aber eher so unkategorisch für meine eigenen Filme, weil die so unendlich unterschiedlich sind auch in allen Genres.
00:02:28: Deswegen ist es irgendwie schwierig so für mich irgendwie so einen direkten Vergleich zu finden.
00:02:34: Aber damit man es einordnen kann für Leute, die jetzt nicht so tief im Thema sind.
00:02:39: macht das natürlich Sinn.
00:02:40: Wo würdet ihr euch dann selber einordnen, wenn es denn möglich sei?
00:02:44: Du hast gerade schon gesagt, die Range ist groß.
00:02:47: Was macht ihr eigentlich für Filme?
00:02:50: Philipp, willst
00:02:50: du anfangen?
00:02:52: Ich kann nicht machen.
00:02:53: Also, ich glaube, man kann ja immer gut mit so Inspirationsquellen anfangen.
00:02:58: Ich glaube, das ist immer ein guter Punkt.
00:02:59: Wo kommt man selber her?
00:03:00: Was hat einen geprägt und was macht man jetzt?
00:03:03: Ich habe mich viel für Horror interessiert.
00:03:08: Und dann aber weitergehend eigentlich zu diesen klassischen Arthouse-Menschen, so Lars von Trier und dann David Lynch.
00:03:17: Also die ganzen Sachen, die so ein bisschen ungreifbarer sind, finde ich immer sehr spannend.
00:03:22: Und alles, was ja nicht so ganz definierbar ist und trotzdem irgendwie ein bisschen unangenehm, aber auch lustig.
00:03:29: Also diese ganze, dieser Spagat zwischen... Zwischen so einem Unwohlsein, aber dann auch so einer Komik.
00:03:36: Das interessiert mich total.
00:03:38: Und ja, man versucht, man probiert sich natürlich auch aus.
00:03:42: Das hängt immer davon ab, wenn man jetzt spontan, so wie wir es jetzt die letzten Jahre gemacht haben, spontan ein Projekt macht, dann wird das meistens sehr lustig, weil man da halt ein Ventil hat, um einfach Spaß zu haben, auch während der Arbeit.
00:03:56: Und wenn es dann an die großen Sachen geht, dann wird es wahrscheinlich immer so ein bisschen... ernster bei mir und ein bisschen befremdlich.
00:04:03: Man
00:04:04: muss aber auch schaffen, dass es auch wirklich komisch wird.
00:04:06: Es gibt viele Leute, die versuchen das, also Komik ist ja schon eine sehr hohe Kunst, will man so gar nicht meinen.
00:04:13: Woher kennt ihr euch eigentlich?
00:04:14: Woher kennt ihr euch?
00:04:15: Wo habt ihr euch kennengelernt?
00:04:17: und wo fingst dann an, das Gemeinsame schaffen?
00:04:20: Ich bin über einen Umstand nach Ulm gekommen.
00:04:26: Man wird hier von draußen stark beobachtet.
00:04:29: Ja,
00:04:29: schon.
00:04:30: Ja, danke.
00:04:33: Ich bin nach Ulm gekommen und habe einen Kurzfilm gedreht.
00:04:39: Professionelles Mini-Golf, das war quasi eine Kurzfilm-Comedy, die so ein bisschen mit dem Monumentary-Element spielt, also mit
00:04:48: fiktiver
00:04:48: Dokumentation.
00:04:50: Und um das Team aufzufüllen, habe ich dann Philipp und Josef.
00:04:54: Josef ist ein Kameramann hier aus der Ecke.
00:04:56: Josef
00:04:57: Selsle?
00:04:57: Genau, der Name wird heute bestimmt auch nochmal fallen.
00:05:00: Josef Selsle?
00:05:01: Genau, genau, ja.
00:05:04: Ja, und die beiden kamen dann ins Beleuchter.
00:05:07: Und wie hast du die kennengelernt?
00:05:09: Woher wusstest du, dass sie so was machen?
00:05:10: Über eine gemeinsame Bekannte,
00:05:14: Nicolette.
00:05:15: Und genau, die hatten schon mal zusammengearbeitet.
00:05:18: Ich kannte hier eigentlich niemanden, kannte sie aber noch von früher vom Studium, wie das halt immer so läuft.
00:05:24: Und dann standen Philipp und Josef da, wir haben uns gut verstanden und dann sind wir öfter mal zusammen ins Kino und so und dann hat sich irgendwie so ein bisschen der Vibe ergeben, dass wir teilweise Schnittmengen haben in den Filmen, die wir cool finden.
00:05:34: David Lynch war jetzt natürlich gerade so ein großes Stichwort schon von Philipp.
00:05:38: Und ja, dann war das immer so mehr oder weniger ein bisschen on-off, aber jetzt gar nicht unbedingt mit Projekten verbandelt.
00:05:46: Und als ich dann über, vielleicht so direkt den Spagat zu wechseln...
00:05:51: Können wir gerne machen, wir sind ja frei.
00:05:53: Genau,
00:05:54: da kam der Lockdown und wir, wenn ich von wir rede, dann eigentlich so meine Urfilm-Bubble und ich wollten einen Spielfilm machen.
00:06:03: Und haben dann...
00:06:04: Was ja alle Filmemacher irgendwie irgendwann mal machen wollen, aber es dauert entweder ziemlich lang, wird dann in zehn Jahren oder nie irgendwas.
00:06:11: Und du hattest das Glück und hast es tatsächlich auch durchgezogen.
00:06:14: So, das ja schon auch mal irgendwie, oder?
00:06:16: Ja, es hat nicht unbedingt was mit Glück, es hat auch was mit Aushalten zu tun.
00:06:21: Ja,
00:06:21: und Willen, ja.
00:06:22: Aber ich habe quasi ... ... zwei Tausend zwei eigentlich angefangen ... ... Amateurfilme zu drehen ... ... und das wurde immer professioneller ... ... und dann kam halt immer dieses Ding ... ... und dann würde ich gerne mal ... ... neunzehn Minuten
00:06:33: machen.
00:06:33: ... zwei Tausend zwei haben wir auch noch ... ... dreschige Kurzfilme gemacht, ... ... das wurde bei mir ... ... wo das nie professionell war.
00:06:37: Ja, nicht ... ...
00:06:39: nicht ... ... zwei Tausend fünf ... ... und zwei Tausend acht ... ... dreschige Langfilme gemacht, ... ... aber das sind ja keine echten Langfilme, ... ... deswegen musste das schon so ... ... mein richtiger Film sein.
00:06:49: Und über die offiziellen Wege in Deutschland, wie das so geht, sagt man ja im Durchschnitt so acht bis zehn Jahre, sowieso, wenn man als No Name versucht, seinen Film zu finanzieren.
00:06:58: Und dann kam eben diese Bremse mit diesem Lockdown.
00:07:00: und dann haben wir beschlossen, okay, lass uns doch irgendwie einen kleinen Spielfilm machen, den wir im Rahmen unserer Möglichkeiten hochwertig produzieren können, der nicht so teuer ist.
00:07:11: Natürlich wird Selbstausbeutung eine große Rolle dabei spielen, aber... Zu der Zeit war ja eh alles Science Fiction und man wusste nicht, wie lange dauert es noch?
00:07:20: Wann kann man wirklich mal neunzig Minuten machen?
00:07:23: Und so haben wir das dann da eigentlich dann angefangen.
00:07:26: Und ja, es war dann ziemlich große, also es hat insgesamt vier Jahre gedauert vom angefangenen Crowdfunding bis der Film dann Premiere hatte.
00:07:34: Wir waren jetzt quasi ein Jahr auf Festival Premiere, Festival Tour und wir hatten zwei Drehblecke und beim zweiten Drehblock war Philipp eben als Setrunner.
00:07:44: Dann der klassische Einstieg.
00:07:47: Also wir kannten uns schon, ich wusste auch, dass er mehr kann als Set zu runnen.
00:07:52: Aber das war eben eine Position, die noch von kompetenten Personal gefühlt werden sollte.
00:07:57: Ja und die extrem wichtig ist, da muss kompetentes oder williges Personal hin.
00:08:01: Es gibt
00:08:01: ja so viele Setrunner, die sind nach drei Tagen tot und wollen nie wieder was mit Filmen zu
00:08:05: tun haben.
00:08:06: Es ist auch ein bisschen tief gestapelt, weil er hat eigentlich...
00:08:09: Aufnahmeleitung gemacht.
00:08:10: Ich habe noch den Hygienebeauftragten gemacht, weil wir mussten ja jeden Tag testen.
00:08:16: Ich weiß gar nicht, wie viele Leute waren wir, zwanzig, dreißig?
00:08:19: Nein, wir waren gar nicht so viele.
00:08:20: Das war ja das Corona-Grenz.
00:08:22: Also ich glaube,
00:08:24: maximal
00:08:26: siebzehn mal mit vielen Darstellen oder so.
00:08:28: Aber in der Regel waren wir so zwölf, dreizehn Leute.
00:08:31: Aber die
00:08:31: müssen ja trotzdem jeden Morgen natürlich getestet werden.
00:08:34: Und das habe ich dann gemacht, also ich habe halt alles gemacht, wo Not am Mann war.
00:08:37: Ich glaube, wenn man selber Filme macht, dann weiß man ja auch so, wie dankbar das ist, wenn man jemanden hat, den man einfach eine Aufgabe geben kann und die dann gemacht wird.
00:08:46: Weil das ist ja auch so was, gerade in dem, in dem métier ist es ja so, man kriegt ja kein Geld.
00:08:52: Also man macht es ja irgendwie auch für die Sache und dann ist es natürlich total schön irgendwo mitmachen zu können, wo man auch dahinter steht und ich glaube...
00:08:59: Ja, mit dem Ziel irgendwann dann schon mal auch Geld zu verdienen.
00:09:02: Sicherlich.
00:09:02: Das ist natürlich immer das Endziel, aber es geht natürlich schon viel über die Leidenschaft.
00:09:07: Also man macht das einfach Geld.
00:09:08: Ja, im besten
00:09:09: Fall beides, ja.
00:09:11: Das muss eigentlich zwei Gleise sein.
00:09:14: Okay, so habt ihr euch irgendwann mal kennengelernt, habt angefangen zusammen irgendwelche verrückten Kurzfilme über Minigolf zu drehen.
00:09:20: Dieses Mockumentary-Element zieht sich ja auch weiter durch eure Kurzfilme.
00:09:23: Genau.
00:09:23: Das war tatsächlich das erste Mal meine erste Berührung, wirklich, mehr oder weniger.
00:09:29: Und dann kam eben dieses große Ding mit Wexier.
00:09:31: Sind wir jetzt schon da?
00:09:32: Wir können nachher noch über andere Dinge sprechen, die ihr jetzt bald auch die Premiere feiern.
00:09:39: Wexier war irgendwann mal fertig, läuft jetzt auf Festivals, kommt auch irgendwie gut an.
00:09:44: Also habt ihr jetzt eigentlich schon auch Preise damit gewonnen?
00:09:47: Ich habe euch auf zwei Festivals selber schon gesehen und da gab es ja rege Diskussionen auch nachher im Publikum.
00:09:53: Also es ist schon ein gesprächswürdiger Film, weil der ist ja überhaupt gar nicht absurd und komisch, sondern da geht es um häusliche Gewalt und es ist ja wirklich ein richtiger Psycho-Thriller, der echt unter die Haut geht, wo du wirklich Also da, da, irgendwann guckst du ja wirklich nur noch hin, deine Klappe ist, dein Mund, du kannst kriegst deinen Mund gleich mehr zu und denkst, oh, oh, oh, krass.
00:10:13: Wie kommt der Film so an beim Publikum?
00:10:15: Gab's schon Preise mittlerweile?
00:10:16: Sorry, hab ich jetzt nicht recherchiert, die hätte ich machen können.
00:10:18: Nein, nein, alles gut, alles gut.
00:10:19: Also, einmal das, der Film bei dir so an.
00:10:21: Das freut mich sehr, danke.
00:10:23: Und das eigentlich auch genauso der Anspruch, dass eben genau das Feeling so erzeugt wird.
00:10:28: Das tut es im Regelfall auch genauso beim Publikum.
00:10:33: Dadurch entstehen dann auch interessante Gespräche und wir haben zwei kleine Preise damit gewonnen, aber es ist immer so, ich kann meine Sachen auch nicht an Preisen messen, weil Preise oft von Chiris, du weißt es ja vielleicht dann selbst, vergeben werden, die dann auch immer eher so auf... ... genaue Tagesaktualität schauen auf ... ... jetzt werden wir fotografiert ... ... und hier wie im Zoo noch mal angesehen ... ... ey top top ... ... ähm ... ... ja und
00:11:03: äh ... ...
00:11:04: deswegen ich bin immer so ein bisschen ... ... mit Preisen ist bei mir immer so ein Ding ... ... ähm daran messe ich das nicht ... ... sondern ich messe es eigentlich daran ... ... so wenn die ... ... wenn Leute die das Thema betrifft ... ... oder die sich damit auskennen ... worum es in den Filmen geht.
00:11:19: Wenn das bei denen funktioniert, wenn wir die sagen, genau so ist es, genau so ist das Gefühl, genau so fühlt sich das an.
00:11:25: Ich kenne jemanden, bei dem ist es genauso und so weiter.
00:11:27: Also wenn genau das funktioniert, dann ist es für mich eigentlich der Erfolg so.
00:11:33: Und deswegen habe ich mich auch natürlich über diese ganzen Gespräche gefreut, die da so zustande kamen.
00:11:40: Und ich bin jetzt auch gespannt, weil wir haben jetzt, also wir hatten in Hof letztes Jahr internationale Filmteile.
00:11:46: In Hof haben wir Premiere.
00:11:47: Das war auch eines der, das einst der Ziele einfach, dass wir sagen, wir wollen auf ein redumiertes deutsches Festival, wir wollen da die Premiere haben und so.
00:11:56: Und ja, wir waren jetzt ein Jahr ganz gut damit unterwegs und bringen den Film Ende Februar dann im Eigenverleih noch ins Kino.
00:12:02: Da sind wir jetzt gerade, es geht jetzt gerade los, dass wir die Organisation dafür starten.
00:12:07: Wow, so auch ein Brett im Eigenverleih.
00:12:09: Das heißt, wie funktioniert das dann?
00:12:11: Ihr müsst die Kinos nachher anschreiben oder wie läuft das?
00:12:14: Ja.
00:12:14: Also mit dem Programmchef von
00:12:15: die Kinos, hey,
00:12:16: wir haben uns auch...
00:12:16: Es wird auch im kleinen Rahmen sein, weil die ganzen Kosten sind natürlich, ja, für uns nicht deckelbar, die da normalerweise so anfallen, weil das Ding ist und ist natürlich auch so eine Hauptproblematik, dass wir hatten ja keine Förderung für den Film.
00:12:33: Das heißt, wir haben den Independenten finanziert.
00:12:35: Und Verlei-Förderungen, also für die Filmverleiher, die die Filme ins Kino bringen, ist es oft relevant, dass die Verlei-Förderungen, also sie brauchen Verlei-Förderung, damit sie den Film überhaupt ins Kino bekommen.
00:12:48: Und die Verlei-Förderung kriegt man meines Erachtens oder meines Wissens nach eigentlich nur, wenn man auch Filmförderungen in irgendeiner Form hatte.
00:12:59: Kann jetzt aber auch gefährliches Halbwissen sein, aber so wurde mir das hauptsächlich.
00:13:02: Könnte sein, aber es ist ja, also viele Verleiher machen ja keine Filme,
00:13:05: das
00:13:06: muss nicht sein wahrscheinlich.
00:13:06: Also wir haben dann halt einfach überlegt auch, ob wir das selber Verleihförderung beantragen, aber das dann auch wieder so viel Arbeit, dass man das dann vielleicht nachher gar nicht bekommt oder dass immer sehr viele Bürokratie damit verbunden.
00:13:20: und dann haben wir gesagt so, wir haben den Film so im Kleinen produziert, wir wollen dann jetzt eigentlich auch im Kleinen rausbringen.
00:13:26: muss man natürlich bei dem Stoff auch ein bisschen schauen, dass es einfach so ist kein Sommerfilm, deswegen haben wir gesagt, da sollte zwischen Oktober und April irgendwie rauskommen, dann muss man natürlich Fristen beachten und so weiter.
00:13:38: und das war dann alles so anstrengend, dass wir gesagt haben, wir kennen genug Kinobetreiber, wir versuchen es einfach mit denen so als Grundbasis und streuen ein bisschen drum herum und fragen einfach ein bisschen an im Rahmen unserer Möglichkeiten, machen es nicht zu riesig, aber machen das einfach zu einem Kinofilm, aber nicht so aufgeblasen.
00:13:56: Und dann passt es auch so dazu, wie der Film entstanden ist.
00:13:59: Okay, zwei Sachen.
00:13:59: Also Thema Preise bin ich ganz bei dir, so wichtig sind die für einen Filmemacher selber nicht.
00:14:03: Aber es ist ja, also gefragt habe ich, weil das ist ja immer ein tolles Renommé, dann für den Lebenslauf.
00:14:06: Dann steht da drin.
00:14:08: Spielfilm gedreht, zwei Preise gewonnen, wenn das irgendwelche Leute sehen, die dann vielleicht irgendwann den nächsten produzieren wollen, die sagen dann, oh, aha, er hat schon, da muss ja, weißt du so,
00:14:16: das war
00:14:16: die Frage dazu.
00:14:17: Das ist genau das, was in der Öffentlichkeit gesehen und gewertschätzt wird, aber
00:14:21: ein Preis
00:14:22: ist wirklich, man kann aus meiner Sicht einfach Filme oder Kunstwerke, whatever.
00:14:28: ... schwer gegeneinander vergleichen ... ... wie zwei Leute, die gegeneinander ... ... Wettrennen laufen.
00:14:32: Ja, klar.
00:14:33: Schwierig.
00:14:33: Vor allem, wenn du gleich mehrere ... ... auf einmal siehst ... ... und dann hast du vielleicht ... ... grad den gesehen, bist du dann im ... ... Kopf ganz woanders, ... ... hast du am Abend vor vielleicht ... ... so viel gesoffen.
00:14:40: Oder hast du eine Komödie ... ... und dann hast du einen Thriller ... ... und irgendeinen Sozial- ... ... aber die kann man doch nicht gegeneinander ... ... aufliegen.
00:14:46: Kann man schon, aber es ist
00:14:47: schwierig.
00:14:47: Aber das passiert ja dann auch, ... ... weil Komödien gewinnen ja ... ... fast nie Preise.
00:14:50: Ja.
00:14:51: Das ist ja auch so einfach der Fakt, ... ... weil das wird nicht als ... ... sagen wir mal vielleicht so ... ... intellektuell wichtig angesehen, ... ... obwohl das natürlich ... vollkommen gleichwertig behandelt werden kann.
00:15:00: Aber das passiert einfach nicht.
00:15:01: Dadurch ist es auch, ja, es ist halt schwierig, ob man gerade den Zahn der Zeit trifft, was ja oft bei Festivals so relevant ist.
00:15:07: Also wie tagesaktuell, wie gesellschaftskritisch, sind die Stoffe und meistens werden die ja eher premiert als, sagen wir mal jetzt, Komödien oder irgendwas abstrakteres.
00:15:18: Das stimmt.
00:15:19: Ja, dadurch, ja, es ist immer schwierig.
00:15:22: Ja, aber trotzdem geil, dass du ein Preis oder ihr dafür ein Preis bekommen habt.
00:15:24: Das finde ich trotzdem super und auch wichtig.
00:15:26: Und zum Thema Verlei.
00:15:28: Habt ihr denn nicht auch selber bei einem Verlei angefragt?
00:15:31: oder gerade ihr seid auf ganz vielen Festivals gewesen?
00:15:33: Da ist ja auch immer ein Branchen-Treff.
00:15:36: Also wir hatten einen größeren Verlei direkt Kontakt nach Hof.
00:15:40: Das hat sich dann aber verlaufen, weil es eben dieser Film so ein Hybrid aus Drama und Psycho-Thriller beziehungsweise erwandert vom Drama zum Psycho-Thriller.
00:15:50: Und er ist schwierig zu verwandern.
00:15:51: als klares Konzept.
00:15:53: Na ja, da musst du halt irgendwas herausrufen.
00:15:55: Du kannst
00:15:56: ja auch Horror nehmen.
00:15:57: Das ist
00:15:57: tatsächlich ein relevanter Punkt, weil wenn jetzt Leute erwarten, sie sehen jetzt gleich einen Psycho-Thriller, dann ist ihnen vielleicht das langsame Drama am Anfang zu schwer und werden dann am Ende nicht ganz in der Thriller-Erwartung... er abgeholt.
00:16:14: und auf der anderen Seite ist genauso.
00:16:16: Die Drama-Fraktion ist dann nicht im Genre, also Genre sagt man ja zum Film der Abseits des Sozialdramats oder der der Realität, sondern alles was ein bisschen überspitzt dargestellt wird, also Horror, thriller, Action und so weiter, Science Fiction.
00:16:33: Und die Leute, die dann eher das erwarten und dann nachher so ein irgendwelche Horror-Element-Spiele rein oder so noch drin haben, für die es dann oft auch nicht.
00:16:43: Also, das Publikum ist offen, würde ich sagen, oft.
00:16:47: Aber es kommt auch darauf an, was Sie erwarten.
00:16:49: Und deswegen ist es immer ein bisschen schwierig und ich glaube, deswegen hat sich das damit auch irgendwie verlaufen.
00:16:55: Schade.
00:16:55: Und von ganz vielen kriegst du keine Antwort, weil die dann halt auch wissen, okay, Independent Film kann man jetzt auch nicht so viel damit machen.
00:17:01: Naja, kriegt man billig, so gemein.
00:17:04: Und ja, deswegen... Es gibt schon Möglichkeiten, aber da muss man wirklich auch in die richtigen Leute reinlaufen, die das genauso verstehen.
00:17:13: Und das selbe gilt im Prinzip für Redaktionen, wenn man versucht, Filme auf dem offiziellen Weg auf den Weg zu bringen.
00:17:21: Aber das ist nochmal ein anderes Thema, wenn wir nachher noch Zeit haben, können wir da auch noch was dazu erzählen.
00:17:27: Im Moment läuft, wächst hier nicht mehr auf Festivals, das ist jetzt durch und er kommt dann im Januar ins Kino.
00:17:33: Ende Februar kommt er ins Kino, da könnt ihr ja vorher nochmal Bescheid geben, kleinen Kinotipp machen dazu vielleicht.
00:17:39: Und was sind denn so, bevor wir zu eurem aktuellen Projekt kommen, die Pläne für Folge-Spielfilme vielleicht?
00:17:45: Dann kommt dein erster Langfilm?
00:17:47: Ja, also der ist, ich habe witzigerweise gerade vorhin noch einen Teaser fertig gebastelt, weil Ja, also das ist sozusagen mein Studienabschlussprojekt, das dann ein bisschen eine Größe erreicht hat, die ich glaube ich selber gar nicht erwartet hatte.
00:18:03: Jedenfalls habe ich jetzt so ein Sechzig Minuten, ist da rausgekommen.
00:18:06: Also in manchen Kategorien ist es schon ein Langfilm, in manchen nicht.
00:18:11: Aber der wird, wenn die Timeline eingehalten wird, Anfang nächstes Jahr fertig.
00:18:17: Und das wäre sozusagen mein erstes größeres Werk.
00:18:20: Und das versuche ich natürlich dann auch auf Festivals zu bringen.
00:18:23: Und das Blöde an diesem Festivalzyklus ist ja so, man will ja irgendwie versuchen, ein großes Festival als Premiere zu nehmen.
00:18:32: Und man kann immer nur einen Film als Premiere-Fall, also ein Festival als Premiere-Festival wählen.
00:18:39: Und dann wäre es wahrscheinlich so, dass ich versuche, wie Matthias eben auch in Hof zu laufen.
00:18:44: Das heißt, wenn alles gut läuft und die Leute Lust auf diesen Film haben, würde der dann im Oktober, im Jahr zwanzig, seine Premiere feiern.
00:18:54: Genau.
00:18:54: Aber das Ding ist jetzt auch schon ewig in der Mache.
00:18:56: Also wir haben im Jahr zwanzig zwanzig gedreht.
00:18:58: Oh wow.
00:18:59: Ja, also das ist wirklich ein langwieriges Projekt.
00:19:04: ... weil ...
00:19:06: Passt gut, wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben
00:19:11: auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben auch ... ... wir haben ... ... wir haben auch ... ... wir haben ... ... wir haben ... ... wir haben ... ... wir haben ... ... wir haben ... ... wir haben ... ...
00:19:34: wir haben ... ... Also mit viel Glück im Oktober in Hof, Ende Oktober in Biberach und im nächsten Jahr zum Abschluss dann Anfang Oktober in Ravensburg.
00:19:41: Das
00:19:42: ist immer lustig,
00:19:43: wenn die von zu Hause nach zu Hause kommen.
00:19:47: Worum geht's da?
00:19:47: Kannst du das schon sagen?
00:19:48: Bleibst du da deiner Absurdität so ein bisschen treu, oder wird das auch wie bei Matthias plötzlich, so was Bier Ernstes?
00:19:57: Es ist ernst, aber es ist vor allem irgendwie... Also es bleibt ungreifbar, würde ich auf jeden Fall sagen.
00:20:04: Also die Tagline ist, ein Mann ist einkaufen und eine Orange rollt gegen seinen Fuß am Kassenband.
00:20:14: Und als er zu Hause ist, hat er auf einmal diese Orange in seiner Tasche, aber er hat sie nicht bezahlt.
00:20:20: Und von da an beginnt dann, seine Realität auseinander zu brechen.
00:20:25: Also...
00:20:26: Also ich als Nicht-Mittelbar-Meteiliger würde sagen, auf jeden Fall ist die Absurdität da drin und der Humor ist auch drin, aber es klingt vielleicht ein bisschen witziger, als es nachher eigentlich ist.
00:20:38: Ja,
00:20:38: also ich hatte es jetzt ein paar Leuten gezeigt, zum Beispiel Kevin, also Mats' Kameramann, der hat ihn dann irgendwann geguckt und wusste auch so ein bisschen diese Tag-Line, die ich erzählt hatte und war dann fertig und war so,
00:20:48: ui,
00:20:49: das war viel bedrückender, als er dachte.
00:20:51: Also man guckt ihm halt dabei zu, wie er Ja, so ein Realitätsverlust erleidet und es wird so ein sehr düsterer psychotischer Fiebertraum.
00:21:01: Wow,
00:21:01: spannend.
00:21:02: Er hat dann wahrscheinlich gute Chancen für solche Festivals.
00:21:05: Das weiß ich nicht.
00:21:06: Ich
00:21:07: glaube schon.
00:21:08: Ich kenne natürlich den aktuellen Stand auch oder den fast aktuellen Stand und es ist schon was anderes.
00:21:15: Was anderes für das deutsche Festival- und Filmprogramm?
00:21:20: Ja, überhaupt für das deutsche Kino.
00:21:21: Du brauchst ja wirklich mehr sowas.
00:21:22: Es ist ja irgendwie so glatt gebügelt alles.
00:21:23: Also sag mal so, dass was nach oben raus poppt, ist ja irgendwie Comedy, Krimi oder Familienfilm.
00:21:29: Aber was anderes ist ja an der Oberfläche kaum zu sehen.
00:21:33: Und das meiste läuft dann, wenn es... glücklich geht auf irgendwelchen Festivals.
00:21:38: Bevor wir zu Absurditäten von euch beiden noch kommen, wo ihr auch zusammen gearbeitet habt, mit was jetzt dann kommt, zu dir noch.
00:21:44: Wie geht es bei dir weiter?
00:21:45: Du hast auch, glaube ich, gesagt kürzlich, du hast deinen nächsten Spielfilm in Planung.
00:21:49: Bei mir wird viel geköchelt, immer parallel, weil ich es auch seit dem Jahrzehnteinzehnten versuche, einfach offiziell mal über die regulären Wege, das bedeutet Sender, Förderung, alles mal durchzuspielen.
00:22:05: von Drehbuchförderungen über Treatmentförderungen, also einfach Entwicklungsförderungen, dass man schreiben kann bis zum fertig geförderten oder finanzierten Film.
00:22:14: Es ist ein sehr weiter Weg und deswegen habe ich da verschiedene Projekte.
00:22:18: Und aktuell ist jetzt aber, dass wir quasi als Therapie-Projekt mehr oder weniger für den anstrengenden Dreh von Wexier einfach noch, das vergisst man manchmal, dass wir quasi noch mal einen Spielfilm gemacht haben, einen episodischen Weihnachtsspielfilm, schrägstrich eine Miniserie.
00:22:34: Die haben wir auch
00:22:35: zu ... ...
00:22:36: sechzig Prozent in Ulm gedreht, also sind quasi
00:22:38: ... Moment, ist das das, was wir jetzt im Eben ... Ach
00:22:40: so, doch mal was.
00:22:42: Es gibt ein paar Sachen in der Pipeline.
00:22:43: Also das ist quasi ein ... Das sind zehn Kurzfilme oder zehn Kurzgeschichten, die irgendwie lose, verbandelt, miteinander in Berührung kommen.
00:22:52: Also können
00:22:53: wir es als Episodenfilm auch verkaufen?
00:22:54: Im Prinzip.
00:22:55: Wir wissen auch noch nicht, ob es dann ein Episodenfilm oder eine Miniserie wird.
00:22:59: Das ist auf jeden Fall sehr für vor der Haustür produzierbar geschrieben, aber noch, sagen wir mal, etwas größer produziert.
00:23:09: Nicht ganz so wechselgroß, aber schon doch ordentlich.
00:23:14: Und das haben wir Ende endet, bis Mitte, gedreht.
00:23:21: Und das werde ich jetzt über den Winter versuchen, fertig zu schneiden, dass wir es bis Sommer fertig haben.
00:23:25: Und das nochmal ein Indie-Projekt.
00:23:27: Und andererseits habe ich noch ein größeres Projekt, das seit dem Jahr zwei Tausend Neunzehn versucht werden will, finanziert zu werden.
00:23:36: Und das hat fünf Jahre gedauert, bis wir einen richtigen Redakteur gefunden haben, weil du kannst ja ohne Sender in Deutschland keine Kinofilme machen.
00:23:44: der das genau verstanden hat und gesagt hat, er will das machen.
00:23:47: Oh toll,
00:23:47: Glückwunsch.
00:23:48: Genau, danke.
00:23:49: Und der war vom WDR, dann kam der SWR noch dazu und ich komme jetzt auch gerade gestern von einer Location Tour, weil wir den Speckgürtel von Köln drehen werden, wenn wir ihn zu Ende finanziert bekommen.
00:24:00: Das wäre letztes Jahr im Herbst, würden wir den drehen, wenn wir finanziert werden bis dahin.
00:24:07: Also es kann immer noch Nicht klappen, aber wir sind zumindest schon weit.
00:24:10: Es sieht ganz gut aus.
00:24:11: Ja,
00:24:11: dran bleiben.
00:24:12: Also viel Glück.
00:24:13: Toi, toi, toi.
00:24:13: Das heißt, WDR ist dann in Köln und SWR ist auch dabei.
00:24:16: Also dir gibt es auch MFG-Förderung.
00:24:18: Dann drehst du auch noch
00:24:19: in der
00:24:20: Mode.
00:24:20: Hoffentlich.
00:24:20: Das erfahren wir dieses Jahr noch, ob es das gibt oder
00:24:22: nicht.
00:24:22: Okay.
00:24:23: Ich kann mal da irgendjemanden erpressen oder so.
00:24:26: So,
00:24:26: weich würde ich jetzt nicht.
00:24:28: Ich hoffe, also bisher hat der Stoff und das Drehbuch eigentlich immer... ganz gut überzeugt und darauf spekuliere und hoffe ich jetzt einfach mal.
00:24:36: Dann lassen wir den Sack noch mal zu, worum es da geht.
00:24:38: Bleibt also spannend an der Stelle auch.
00:24:41: Und bevor wir jetzt zu Bond kommen und eurer neuen die Reihe Kumpels heißt, genau zur Kurzfilmserie Kumpels, habe jetzt die Frage vergessen, die ich noch zwischen reinschieben wollte, dann fangen wir doch einfach gleich an mit Kumpels.
00:24:54: Was ist kumpels und was ist bonkt, wie ist bonkt entstanden?
00:24:56: Ach so, rein schieben wollte ich.
00:24:58: Du studierst noch, gell?
00:24:59: Nee,
00:24:59: ich bin fertig.
00:25:00: Seit ... Du bist auch fertig?
00:25:02: Anfang vielundzwanzig bin ich fertig.
00:25:03: Ach so
00:25:04: schon?
00:25:04: Ja, ich hab dann sozusagen den Film gedreht, dann unfertig abgegeben und jetzt parallel versucht, Geld zu verdienen, ein bisschen irgendwie ... Fünfzig Prozent angestellt sein, um so den Berufsstaat zu packen.
00:25:17: Ja, das wäre die Frage, wovon lebt ihr denn nicht?
00:25:19: Ich meine, du hast so eine Filmklitsche und machst halt Industrie.
00:25:22: Ich habe keine Filmklitsche.
00:25:23: Ach so, habe ich das falsch verstanden.
00:25:24: Also, ich habe verschiedene...
00:25:26: Warte, ich würfel schon wieder durcheinander, bleibe noch bei der Filme.
00:25:29: Genau, genau.
00:25:29: Also, bei mir war es so, was mache ich denn nach dem Studium, weil das einzige, den man halt wirklich konsequent Geld verdienen kann, ist halt mit Werbe und Imagefilmen.
00:25:37: Und da macht er mich der Josef.
00:25:38: Seltsil, der hat eine Filmfirma.
00:25:40: Ach, er ist der mit der Filmglitsche.
00:25:41: Genau, der Josef ist der mit der Filmglitsche.
00:25:43: Deswegen fällt der Name noch mal.
00:25:45: Genau, und er macht... Nicht
00:25:45: nur das, nicht nur dem...
00:25:46: Nein, nein.
00:25:47: Also, Josef ist auch mein sehr guter Freund und Kameramann.
00:25:50: Also, mit Josef habe ich seit dem Jahrzehnten alles gedreht, wie auch dann jetzt meinen Abschlussfilmen Till.
00:25:56: Und da habe ich überlegt, ja, mache ich mich auch selbstständig, will ich selber irgendwie auch da rein, aber eigentlich hätte ich da keinen Bock drauf.
00:26:01: Und dann habe ich gesagt, okay, dann suche ich mir jetzt einen... angenehmes angestellten Verhältnis und bin jetzt fünfzig Prozent angestellt und habe genug Raum, um parallel alles fertig zu machen.
00:26:12: Und dann ist natürlich der Plan, dann langfristig von der Kunst leben zu können.
00:26:16: Toi, toi, toi.
00:26:17: Ja.
00:26:18: Also ernsthaft.
00:26:19: Und bei dir?
00:26:20: Ich bin frei beruflich und...
00:26:22: Ach so, du bist dann der Ange... Du wirst bei Filmklitschen eingekauft, so rum.
00:26:25: Genau, genau.
00:26:27: Ich mache viel Schnitt oder Regie bei Werbefilmen oder... Ja, also eigentlich hauptsächlich Regie und Schnitt, wenn es im Werbe-Corporeal-Commercial-Bereich ist.
00:26:38: Und wenn es um Entwicklung geht, Stoffentwicklung, dann hatte ich auch verschiedene Förderungen.
00:26:43: Und ihr habt beide Filme studiert?
00:26:44: Offenburg?
00:26:46: Mediengestalt?
00:26:47: Ja, also wir sind beide nicht klassisch über die Filmhochschulen gegangen, was irgendwie gut war, aber ich glaube, das verbindet uns auch so ein bisschen einen anderen Zugang zu diesem Film machen.
00:26:55: und ich habe in Wiesbaden mein Bachelor gemacht.
00:26:57: ... dann Matze eben kennengelernt ... ... und Matze hat in Offenburg studiert ... ... und ich habe dann meinen Master ... ... auch noch in Offenburg gemacht.
00:27:02: Ähm, bin dann sozusagen ... ...
00:27:04: auf Empfehlungen.
00:27:05: Auf Empfehlungen, ja.
00:27:06: Man sich da
00:27:06: kreativ gut ausleben kann.
00:27:08: Und du
00:27:08: bist Ulmer, das weiß ich, ne?
00:27:09: Genau.
00:27:09: Und was hat dich noch mal nach Ulmer?
00:27:11: Ich
00:27:11: komme mal hier aus Alpstadt.
00:27:12: Genau, Alpstadt Ebige.
00:27:13: Alpstadt auch in der Schwäbische All.
00:27:14: Da ist das große Bad auch ... ... das Badkap.
00:27:16: Badkap, genau.
00:27:18: Was hat dich noch mal nach Ulmer verschlagen?
00:27:20: Meine freundliche Freundin.
00:27:21: Ach
00:27:21: so was, die Liebe.
00:27:22: Genau, aber das war ... ... gar nicht geplant, sondern wir sind eigentlich ... Das war eigentlich kurz so zwischengeparkt und dann kleben geblieben.
00:27:29: Fröhlicherweise.
00:27:31: Ja, finde ich auch gut.
00:27:32: Dann kommen wir jetzt endlich zu Kumpels.
00:27:33: Was ist bongt?
00:27:34: War bongt schon richtig?
00:27:35: Und was
00:27:36: haben Sie
00:27:36: gesagt vor?
00:27:37: Und was sind die Kumpels?
00:27:39: Also ich würde sagen, wir müssen erst kurz erklären, was bongt ist, bevor wir zu den Kumpels kommen.
00:27:43: Das ist quasi die extremen Variante, die daraus resultiert ist.
00:27:47: Ja, bongt ist ja im Grunde eigentlich das auch, was mit dem Minigolf angefangen hat vor Jahren.
00:27:52: Das war so ein Vorlauf-Ding, aber noch nicht wirklich.
00:27:55: Erzähl doch mal, wie ihr Bunker gedreht habt.
00:27:58: Genau, also, dass ihr gedreht habt.
00:27:59: Josef und ich, also, genau, Matze hat damals King of Minigolf oder diesen
00:28:05: Minigolf-Film Lokalmathador
00:28:06: gedreht.
00:28:07: Und ich hatte irgendwann im Studium auch so ein Mockumentary-Camcorder-Film gedreht.
00:28:13: Und dann habe ich mit Josef irgendwann gesagt, komm, wir machen jetzt irgendeine Idee.
00:28:18: Und zwar ging es darum, in einem Wald bei meinen Eltern steht ein Bunker.
00:28:23: der aber irgendwie ein bisschen unzugänglich ist.
00:28:24: und dann dachte ich mir, lass uns doch da hingehen, wir haben eigentlich keinen Plan, wir wollen nur an diesem Bunker etwas drehen, haben einen Freund von uns akquiriert.
00:28:32: und dann haben wir gesagt, ok jetzt ist du da vorne ein Butterbrot und danach passiert irgendwas.
00:28:37: Also diese Herangehensweise hat uns dann dazu gebracht diesen Film, also einen Tag dann da spontan improvisiert zu drehen.
00:28:44: und dann haben wir gesagt, hey Matze willst du das nicht schneiden.
00:28:48: Ja, dann habe ich mir das Material angeguckt und das war für mich eine Willkommene Abwechslung, weil ich gerade meinen Spielfilm geschnitten habe, für den ich achtzig Arbeitstage-Schnittzeit, ich habe das mal dann dokumentiert, wie lange das so dauert, gebraucht habe.
00:28:59: Und weil das natürlich unendlich nervt, weil man die ganze Zeit seinem Anspruch gegenübersteht und den erfüllen will, dachte ich, so ein schnell gedrehter Unsinn, da kann man ja jetzt mal irgendwas Lustiges machen.
00:29:13: Und die haben auch was, das hatte gar keine Geschichte.
00:29:15: Nee, das hatte auch keine Dramaturgie.
00:29:17: Und es hatte einen halben Anfang, aber es hatte kein Ende sozusagen.
00:29:22: Und dann dachte ich, okay, ich versuche jetzt einfach aus dem Material Überschnitt und komische Flötenmusik, irgendeine Geschichte zu bauen und das aber alles so auf absurd zu drehen.
00:29:34: Es war schon absurd, dass die gedreht haben, aber es ist einfach noch dümmer zu machen.
00:29:38: Und dann war das sehr lustig, Abschluss.
00:29:42: Und ich habe dann mit Josef zusammen auch noch einen Improvisierten Kurzfilm gemacht, der hieß Wudu Puppe, vielleicht hast du den auch mal.
00:29:49: Den
00:29:49: habe ich gesehen,
00:29:50: ja.
00:29:50: Genau, der war aber so, also da gab es das Konzept, wie der abläuft, nur die ganzen Dialoge waren halt improvisiert.
00:29:58: Und das war quasi das Folgeprojekt mehr oder weniger, das hatte aber eigentlich nichts miteinander zu tun.
00:30:04: Und dann ein halbes Jahr später wieder war es dann so, dass Philipp und ich gesagt haben, los, wir drehen jetzt mal nur mit dem iPhone.
00:30:11: Also wir haben es noch mehr minimiert.
00:30:13: Es war nur wir zu zweit.
00:30:15: Da haben wir gesagt, okay, wir gehen jetzt in die Aux und drehen.
00:30:19: Ich drehe ihn, wie er Sachen filmt, mit einer Mini-DV-Kamera.
00:30:21: Also haben sich dann so ein bisschen die Techniken da schon on camera, sozusagen gemischt.
00:30:28: Und da wussten wir auch noch nicht genau, wo das hingeht.
00:30:30: Es sollte dann verschiedene Begegnungen geben, zwar alles improvisiert.
00:30:33: Und das würde ich sagen, war im Prinzip so die Geburtsstunde von dem Konzept, das wir gesagt haben, okay, das Konzept ist, wir gehen ein Tag irgendwo hin.
00:30:42: Wir haben eine Idee, die ist ein Satz, wenn überhaupt.
00:30:45: Und dann drehen wir das und dann entsteht alles, was wir machen, während wir das drehen.
00:30:52: Das Thema, worum es geht, entsteht erst da, die Dialoge entstehen da, der Anfang entsteht da, das Ende entsteht da, die Bildsprache entsteht da.
00:31:00: Ja, die ganze Dramaturgie, also man merkt dann währenddessen so, das ist ja was Schönes, so wohin geht das?
00:31:05: und dann spürt man so, oh, da ist ein Konflikt, da ist ein Konflikt, dann machen wir die Sache, dann haben wir da irgendwie, hat jemand was improvisiert, dann machen wir da, gehen wir da tiefer rein, also es ist sehr improvisationslastig gewesen.
00:31:17: Und
00:31:18: dann
00:31:19: einfach...
00:31:22: Ja, also aus diesem
00:31:24: Schwert zu erklären.
00:31:26: Nee, man hat es eigentlich schon ganz gut verstanden.
00:31:28: Es ist dann also jedenfalls immer weiter gewachsen, dass wir halt gesagt haben, jetzt haben wir mal wieder so einen Durchhänger.
00:31:32: Ich habe meinen Film gerade geschnitten und das ist, glaube ich, was, woher das kommt.
00:31:37: Dass, wenn man so ein großes Projekt hat und das meistens, also für uns beide war das so ein schweres Thema und das natürlich auch irgendwie emotional.
00:31:45: Und wenn man sagt, wir wollen einfach kurz gehören aus.
00:31:46: ... jetzt machen wir was Lustiges.
00:31:48: Und dann war das immer so, ... ... ist es wie eine Art Therapie, ... ... dass man irgendwo hingeht, ... ... irgendeinen Quatsch macht ... ... und am Ende merkt ... ... es ist ja auch ... ... gar nicht komplett sinnlos, ... ... sondern da steckt ... ... und das haben wir dann irgendwann auch gemerkt, ... ... dadurch die Art und Weise, ... ... wie wir dann ... ... daran gehen, steckt da doch immer ... ... irgendwas mit drin.
00:32:02: Auch unter diesem ganzen Klamauk, ... ... unter dieser Absurdität ... ... ist immer doch ein Thema sichtbar.
00:32:07: Und das hat auch immer was, ... ... damit das was Superspielerisches ... ... und Ultrakreatives, weil du ... zwängst ich in kein Korsett, außer die Möglichkeiten, die da sind.
00:32:17: Aber es ist alles egal, ob das gut wird, ob das schlecht wird, interessiert niemanden.
00:32:21: Ob das nachher jemand anguckt, völlig egal.
00:32:23: Es ist so wie, wir könnten auch, wenn wir uns für Fußball interessieren würden, könnten wir uns hinsetzen, ein Bier trinken und Fußballspiel angucken, aber wir können auch einfach anderthalb schon irgendein Blödsinn drehen und dann haben wir halt ein Film gemacht.
00:32:36: Also im Prinzip nichts anderes, nur dass es halt maximale Ausübungen von Kreativität ist.
00:32:43: Und Bonk ist dann entstanden, weil der erste Film Bunker war, oder?
00:32:46: Genau, wir haben dann eine WhatsApp-Gruppe gemacht,
00:32:49: die
00:32:49: hieß dann
00:32:50: so.
00:32:51: Und daraus haben wir immer wieder was gedreht.
00:32:54: Wir haben dann irgendwann gemerkt, durch diese Kumpels-Serie, die wir dieses Jahr angefangen haben, das kann man ja irgendwie benennen, was wir da machen.
00:33:02: Weil das hat ja dann doch... Genau,
00:33:03: weil irgendwann
00:33:06: hat man gemerkt, das ist ja irgendwie... Das passt ja alles zusammen.
00:33:10: Auch die einzelnen Filme, die da rauskommen, haben nichts miteinander zu tun, außer die Art und Weise, wie sie entstehen.
00:33:14: Ja,
00:33:14: und sie haben so eine Handschrift.
00:33:16: Genau.
00:33:16: Und dann haben wir gesagt, okay, dann labeln wir das jetzt halt.
00:33:18: Und jetzt haben wir uns gesagt, das heißt jetzt bonkt.
00:33:20: Genau.
00:33:21: Und man kann sich das so ein bisschen bandmäßig vorstellen.
00:33:24: Also für mich, die einzelnen Filme, die gehen zehn, zehn, fünf, zehn Minuten normalerweise, sind dann einem Tag gedreht.
00:33:32: Ich schneide die dann immer und die werden oft komische Soundtracks.
00:33:36: Dadurch werden sie noch merkwürdiger.
00:33:39: Und das ist dann eigentlich so, als würde man ein Album aufnehmen oder Songs aufnehmen und immer in der gleichen Konstellation.
00:33:48: Wir spielen ja auch selbst mit, also Philipp sowieso.
00:33:52: Ich seltener, aber dann auch sehr gerne.
00:33:54: Ja, die
00:33:55: habe ich als erst gesehen.
00:33:56: Der geht viel mit dem Geröll.
00:33:57: Genau, genau.
00:33:58: Da
00:33:59: hast du ganz lange Haare, ist eine Perücke.
00:34:01: Nee, nee, da hatte ich ein Fokuhiler.
00:34:03: Der war komplett echt.
00:34:05: Also meine Haarstruktur ist erwandt.
00:34:06: Du bist doch der Besitzer von dem Haus, ne?
00:34:08: Ich nicht.
00:34:08: Er meint, er war das meine älterste Film.
00:34:11: Ja, aber schweifst du kurz ab.
00:34:12: Also was ich damit eigentlich sagen will, ihr dreht da, ihr macht da quasi so euer eigenes Ding, so ein bisschen wie kleine Jungs bauen Scheiß, spielt ihr da auch mit.
00:34:19: Also ihr habt auch das Kind in euch erhalten, was ja
00:34:22: auch sehr
00:34:23: erstrebenswert ist.
00:34:24: Aber ihr dreht nicht nur irgendwie ein Scheiß für euch, der dann in der Schublade verschwindet, sondern die laufen ja auch auf Festivals.
00:34:29: Also auf mindestens zwei weiß ich, sind die schon gelaufen.
00:34:33: Also es hat ja schon seine Qualität, dass dann Festivals die auch annehmen.
00:34:36: Also es ist ja wirklich, ich will nur damit sagen, dass es kein Scheißdreck und das will keine Sau
00:34:40: sehen.
00:34:40: Das hat schon eine Qualität, die ihr da liefert.
00:34:43: Das ist uns ja auch bewusst.
00:34:45: Das Ding ist aber nur, also dafür machen wir es eigentlich nicht.
00:34:49: Wir können das ja einfach jetzt mal da einreichen.
00:34:52: Was sagen
00:34:52: denn normale Leute dazu?
00:34:54: Also die einfach das gewohnt sind.
00:34:58: Die wissen, ich gucke jetzt hier den Film an, dann ist das halt so nach wie
00:35:02: normal.
00:35:02: Ja oder einfach außerhalb eurer Babel so, die das nicht kennen.
00:35:04: Ja,
00:35:05: genau, also einfach so ein bisschen das ja totaler Strukturbruch in der...
00:35:09: Ja, aber auch erfrischend anders dann in den Kurzfilm-Blocken dieser Welt.
00:35:13: Deswegen war das einfach auch dann so ein Ding, das wir gesagt haben, wir versuchen das jetzt einfach mal, weil auf Festivals, gerade wenn das Kurzfilme angeht, ist es oft so, dass lustige Sachen zu kurz kommen, wenn sie überhaupt kommen, oder...
00:35:27: Die lustigen Sachen sind dann vielleicht nicht ganz unsere entsprechend, dann nicht ins unteren Humor.
00:35:30: Dann haben wir gesagt, wir haben da eine Lücke einfach in diesem Festbetrieb.
00:35:34: Wenn wir die Ehe machen, dann können wir sie auch einreichen.
00:35:38: Also das ist ja wirklich so.
00:35:39: Die werden ja sowieso produziert.
00:35:41: Ihr habt es auch viel leicht damit.
00:35:42: Also ich meine, du bist schon seit Jahrzehntausend zwar unterwegs, da war es noch nicht so einfach, also auch qualitativ hochwertig zu drehen.
00:35:49: Damals war wirklich nur... Wie alt bist du noch mal?
00:35:52: Ach
00:35:52: wobei hast
00:35:53: du wahrscheinlich auch noch miterlebt, wo es irgendwie einen VRSC und so was nur gab.
00:35:57: Also das ist ja heute alles viel leichter geworden.
00:35:59: Heute kannst du echt mit einem iPhone in mehr oder weniger qualitativ hochwertigen Filmen drehen.
00:36:07: Bitte schön.
00:36:08: Genau, wir sind dann aber auch unter dem Aspekt, wir haben ja mit dem iPhone diesen ersten Bonkfilm sozusagen gemacht und sind dann aber jetzt wieder zurück zum Camcorder.
00:36:15: Ich wollte es gerade sagen,
00:36:16: genau.
00:36:16: Weil diese Qualität eigentlich gar keine Rolle spielt.
00:36:19: Also tatsächlich ist das interessant.
00:36:20: und dann auch das Format an sich.
00:36:21: Das, was
00:36:22: früher auf Festivals nie eingereicht, also wenn du das auf Festivals früher eingereicht hättest, hätten sie dich mit dem Arschtritt wieder, was fällt dir ein, das hier einzuleichen.
00:36:29: Und heute hat es wieder einen Charme.
00:36:30: Absolut, absolut.
00:36:31: Also heute kommt es wieder zurück und genau deswegen, darauf wollte ich eigentlich raus, habt ihr eben jetzt mit dem Camcorder eine Serie.
00:36:36: gedreht.
00:36:37: Also so verrückt muss mir was passieren, um das zu machen.
00:36:40: Es ist einfach doch eine dankbare Sache, wenn du machst Instagram auf oder irgendwas, alles sieht scharf aus, alles sieht gegraded aus, alles sieht gut aus.
00:36:50: und irgendwie ist das aber so seelenlos, weil alles sieht gleich aus.
00:36:55: und da bin ich über den alten Camcorder von vom Papa von meiner Freundin gesteubert.
00:37:00: Ach, ich wollte grad fragen, warum kommt er denn her?
00:37:03: Der ist schon, der rekordet schon auf SD-Karte, also nicht mehr auf Kassette oder so, kein Mini-DV, aber der sieht trotzdem schrappelig genug aus, weil er alt genug ist.
00:37:13: Und da hatte ich dann... den ausgegraben und Philipp gefragt, hättest du morgen Zeit einen Film zu drehen?
00:37:20: Wir waren abends irgendwie in der Kneipe.
00:37:21: Es war tatsächlich so, währenddessen, bevor wir uns getroffen haben, war ich so, aber ich habe voll die gute Idee, was man drehen könnte.
00:37:29: Und zwar habe ich gedacht, man kann mir doch die Haare abrasieren.
00:37:34: Ach, deswegen hast du keine Haare mehr jetzt?
00:37:35: Ja, tatsächlich.
00:37:36: Das heißt, du hast
00:37:36: es für den Film getan.
00:37:37: Ich habe es für den Film
00:37:38: getan.
00:37:38: Das ist komplettes Method Acting gewesen.
00:37:41: Und daraus hat sich dann ein Kurzfilm ergeben.
00:37:45: Und dann haben wir gemerkt, die zwei Figuren, die da drin vorkommen.
00:37:48: Sind du und?
00:37:50: Und Valentin
00:37:50: Erlentin Erb.
00:37:52: Schauspieler hier in Ulm.
00:37:53: Ja, sagen wir.
00:37:55: Das ist aktuell im Weihnachtstheater.
00:37:58: Kindertheater?
00:37:59: Familientheater?
00:38:00: Ja, das spielt er auch mit und ist eigentlich auch Schauspieler.
00:38:02: Und wir haben eben schon mit ihm gedreht.
00:38:03: Ich habe mit ihm gedreht, Matze, bei Wudepuppe eben.
00:38:06: Und wir sind auch befreundet.
00:38:07: Genau.
00:38:08: Und dann haben wir gemerkt, diese zwei Typen, die ... Den will man irgendwie auch zugucken, wie sie andere Sachen machen.
00:38:15: Und daraus hat sich dann einfach diese jetzt kumpelsgenannte Serie entwickelt, wo wir dann wirklich also unter Minimalbedingungen Sachen improvisiert haben.
00:38:25: Genau,
00:38:25: also es ist super schäbig.
00:38:27: Es sieht halt durch den Camcorder, sieht das schon schäbig aus.
00:38:31: Du hast noch ein bisschen dreckiger im Schnitt gemacht.
00:38:33: Nein, nein, nein.
00:38:34: Das ist alles original.
00:38:35: Nicht bearbeitet.
00:38:36: Das ist nämlich auch ein bisschen das Konzept.
00:38:38: Drehe maximal anderthalb Stunden, Schnitt maximal fünf Stunden und dann muss das fertig sein.
00:38:43: Weil dann ist alles impulsiv, alles aus dem Bauch raus und dann war es das.
00:38:48: So haben wir fünf Episoden gedreht.
00:38:50: Das hat sich dann so...
00:38:52: Wie viele Minuten pro?
00:38:53: Unterschiedlich.
00:38:55: Drei gehen so zehn, eine geht acht und die letzte Episode, das Staffelfinale geht zweiundzwanzig Minuten.
00:39:03: Und diese Dynamik aus diesen Typen, auch mit dem Camcorder, Kameraton, es klingt scheiße, sieht scheiße aus, aber es macht total Bock, weil man sieht sowas eigentlich nicht mehr.
00:39:14: Es ist ein bisschen eigentlich dem... Eigentlich ist der nah am Dogma-Style dran, Dogma-Fünfo-Ninzig, was ja in Dänemark geboren wurde in den Neunzigern, dass man einfach so dieses ganze, den ganzen Aufwand der Technik komplett über den Haufen geworfen hat und gesagt hat, man muss jetzt mit einer Handkamera einen Film drehen, es wird keine Farbbearbeitung geben, es ist einfach roh und so wie es geschossen würde, sieht es dann nachher aus.
00:39:41: Und im Prinzip ist es ein bisschen so, nur dass wir noch... wie bei den anderen Bonkt-Filmen einfach mit komischer Musik noch arbeiten.
00:39:48: Ach toll,
00:39:49: freue mich schon drauf.
00:39:50: Also kommst
00:39:51: du denn nachher und
00:39:52: guckst es ja?
00:39:52: Nein, ich habe gleich nochmal Gäste und also möglich, ich glaube nicht, möglicherweise, muss man jetzt dazu sagen, für die, die unseren Podcast hören, ist es schon vorbei, aber für die, die jetzt hier draußen vorbeilaufen, heute Abend ist Premiere von Kumpels im Eden.
00:40:05: So ist es.
00:40:05: Und zwar, also wo habe ich schon gesagt, wann?
00:40:07: Ja, neunzehn Uhr ist einlass, neunzehnt dreißig fängt es an.
00:40:10: Okay, und geht so anderthalb Stunden alles... ...sitzig Minuten
00:40:12: und wir quasseln noch zwanzig Minuten was dazu.
00:40:15: Okay, cool.
00:40:15: Und danach, was passiert danach, wenn das jemand sehen will, der jetzt den Podcast hört?
00:40:19: Äh,
00:40:20: danach im Ehen oder danach nach
00:40:21: der Kursserie?
00:40:22: Der Podcast sehen wir, wir sind jetzt für die, die es im Nachgang hören, am fünften Dezember, zweitausendfünfundzwanzig.
00:40:29: Ähm, was passiert nächste Woche?
00:40:31: Wo kann man den irgendwann mal sehen?
00:40:33: Also, wir... ...wird
00:40:34: sie ihn irgendwo irgendwo kaufen?
00:40:35: In
00:40:35: jedem Fall.
00:40:35: Ich denke mal, dass wir vielleicht nochmal irgendwie ein Screening machen.
00:40:39: Aber wir werden auch nächstes Jahr irgendwann unseren Bond-YouTube-Kanal dann aufmachen.
00:40:44: Sehr schön.
00:40:45: Nach und nach einfach unsere Filme und auch diese Serie dann veröffentlichen.
00:40:48: Von den ganzen Kurzfilmen, die es gibt, ich glaube, es sind jetzt also die wirklich unter dem, unter der Marke,
00:40:55: wir haben so eine lange Liste mittlerweile.
00:40:56: Es sind
00:40:57: fünf, also der fünf ist jetzt fast fertig.
00:41:00: den Projekten, die unter der Marke entstanden sind.
00:41:03: Es gibt natürlich noch die Vorläufer.
00:41:05: Aber das wird auf jeden Fall auch ein schönes, neunzig Minuten Abendführendes Programm.
00:41:09: Da müssen wir jetzt auch irgendwie in absehbarer Zeit nächstes Jahr dann mal was machen.
00:41:13: Aber ich denke so irgendwie im ersten... Viertel, zwanzig, sechsundzwanzig machen wir da.
00:41:18: Genau,
00:41:18: da haben wir auf jeden Fall vorhin Ulm noch ein, zwei Orte vielleicht zu bespielen.
00:41:22: Da müssen wir mal gucken, was sich ergibt.
00:41:24: Aber ja, das Schöne auch an diesen Kumpels und an Bonk ist, dass man das auch überall zeigen kann.
00:41:29: Also im Kino ist es natürlich auch toll zu sehen, aber man kann es eben auch im Club zeigen.
00:41:33: Weiß
00:41:33: eben auch so schrappelig aussehen.
00:41:35: Genau, eben und Kumpels ist das perfekte Match.
00:41:38: Cool, also wir könnten noch ewig weiterquatschen, aber in zehn Minuten oder fünf kommst du in die nächsten Gäste.
00:41:43: Also die Ideen gehen euch nicht aus, die Energie auch nicht, so wie sie es anhört.
00:41:47: Ich wünsche euch weiterhin ganz viel Erfolg mit all dem, was ihr da so anstellt und ich hoffe, dass es dann auch mal weitere Kreise zieht, bundesweite Kreise.
00:41:57: Vielen Dank, dass ihr da wart, Philipp Linke und Matthias Wissmann, Filmemacher aus Ulm.
00:42:02: Das letzte Wort gehört euch.
00:42:04: Ja, vielen Dank, dass wir hier sein durften.
00:42:06: Es hat sehr viel Spaß gemacht.
00:42:07: Das unterschreibe ich.
00:42:08: vielen Dank.
00:42:08: Danke für die Einladung.
00:42:09: Absolut.
00:42:10: Und dann noch viel Spaß bei den nächsten Gästen.
00:42:12: Geht ins Kino.
00:42:13: Ja,
00:42:13: geht ins Kino.
00:42:14: Und fröhliche Weihnachten.
00:42:15: Es läuft gerade sehr viel
00:42:30: Interessantes.
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