Das DONAU 3 FM Weihnachtsmarkt-Radio mit dem Ulmer Buchpapst Rasmus Schöll

Shownotes

Und nicht nur nebenbei, sondern nebenan, läuft sein gleichnamiges Café, dem Treffpunkt für Kunst- und Kulturschaffende, der Hautevolee aber auch der einfach bunten Gesellschaft. Das Buch ist tot – es lebe das Buch!

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:09: Ein wunderschönen guten Abend und herzlich willkommen zum Dono-Dreifem-Rad.

00:00:12: Wir sind...hört ihr uns da draußen.

00:00:14: Dreht euch mal um und macht Applaus für Rasmus Schell.

00:00:16: Der sitzt hier neben mir.

00:00:17: Dann haben wir noch ganz viele andere Stars und Sternchen.

00:00:19: Sie sitzen hier unter anderem die großartige Claudia Herrmann.

00:00:23: Einen großen Applaus bitte.

00:00:24: Könnt ihr mal bitte applaudieren da draußen.

00:00:30: Bei mir zu Gast ist heute Rasmus Schöll.

00:00:32: Ich habe ihn genannt in meiner Anmoderation, habe ihn ganz tolles Zettelchen geschrieben.

00:00:35: Schau mal Rasmus.

00:00:36: Und ich habe dich jetzt genannt der Ulmer Buchpabst.

00:00:38: Kannst du damit leben.

00:00:40: Ja, gut, ich muss ehrlich sagen, ich bin aus der Kirche ausgetreten, aber okay.

00:00:45: Ist in Ordnung, oder?

00:00:46: Ja, und es geht noch weiter.

00:00:47: Der Ulmer Buchpabs segnet jetzt schon seit einigen Jahren die Innenstadt mit wertvollem Papier großer Kunst und wilden Geschichten in der historischen Buchhandlung Aegis.

00:00:55: Die ist ja wirklich historisch, können wir gleich darüber sprechen.

00:00:57: Und nicht nur nebenbei, sondern direkt nebenan läuft auch dein gleichnamiges Café, das auch mittlerweile Aegis heißt, früher Kokoschinski, noch früher...

00:01:06: Kaffee im Kornauskeller.

00:01:07: Richtig und Kaffee wichtig war so quasi, so wurde es genannt und so heißt es möglicherweise auch heute noch, wenn man nicht so genau weiß, wo geht es hin.

00:01:15: Sagt man halt Kaffee wichtig, ist das Kaffee eine erbete Buchhandlung.

00:01:19: Auf jeden Fall, das heißt auch Eiges mittlerweile, damit keine Verwechslungsgefahr irgendwie es da an der Stelle irgendwo gibt.

00:01:26: und lassen wir noch kurz zu Ende lesen.

00:01:28: Ne, das war es schon.

00:01:29: Am Schluss habe ich geschrieben, das Buch ist tot, es lebe das Buch und du erklärst uns warum.

00:01:33: Herzlich willkommen, Rasmus Schöll, schön, dass du da bist.

00:01:36: Hey, vielen Dank für die Einladung.

00:01:38: Ja, also tatsächlich, ja, ist das alles Eges.

00:01:43: Und ich glaube, dass das Buch ziemlich sicher überhaupt nicht tot ist, was ja auch, glaube ich, viele junge Leute unsere merken und dass es so eine Gegenbewegung gibt zu allem, was irgendwie online ist, was bildschirmmäßig funkelt und macht und tut und ja, das Lesen eine sehr gute Idee ist.

00:02:04: Ja, die Leute wollen wieder Dinge in der Hand halten, gell, so die Haptics, so wie mit Schallplatten und Kassetten kommen ja auch wieder und die Bücher waren ja auch nie weg.

00:02:10: Wie lange hast du jetzt die Buchhandlung, Elgis schon?

00:02:12: Ich erinnere mich noch, wie du die übernommen hast und innen drin alles abgeklebt, außen alles abgeklebt war und innen drin wurde gesägt und gescheuert und gemalt.

00:02:22: und wie heißt das?

00:02:24: Gearbeitet, wie lange ist das schon her?

00:02:26: Acht Jahre tatsächlich.

00:02:27: Acht Jahre?

00:02:27: Ja, acht Jahre.

00:02:28: Nein.

00:02:30: Genau, da war ich ziemlich genau, dreißig.

00:02:32: Okay.

00:02:33: Und ja, das war tatsächlich so.

00:02:35: Da war ich auch ziemlich abgeklebt, weil es so zwei Wochen durch war.

00:02:38: Und wie man sich ja vorstellen kann, sehen Banken, die eine Buchhandel ist nicht als die Zukunftsbranche.

00:02:45: Und ich hatte sehr wenig Geld und dann musste ich da selber durch.

00:02:49: Und das war zwei Wochen lang komplett durcharbeiten.

00:02:53: Und ich hatte dann, das weiß ich noch, morgens um elf haben wir aufgemacht und ich bin um neun Uhr duschen gegangen und musste mein Hemd ganz unten und zugeknöpft lassen, weil ich die ganze Farbe gar nicht weggekriegt habe.

00:03:07: Okay, acht Jahre her.

00:03:08: Aber es hat sich gelohnt, du bräust nix, oder?

00:03:11: Nee, überhaupt nicht.

00:03:12: Also es gibt ja so Sachen, so Lebensentscheidungen, die man nicht bereut.

00:03:19: Und es ist auch so ein bisschen klar, also ich meine, das war so ein bisschen krass, wenn man so überlegt, Das dann hatte die Buchhandlung gerade so zwei Jahre offen und dann kam Corona.

00:03:31: Und ich sag mal, ich hab schwer Wettersegeln gelernt.

00:03:34: Also das war nicht so easy.

00:03:36: Aber du hast ja auch in der Corona-Zeit mit so kreativen Aktionen gepunktet.

00:03:40: Ich erinnere mich, eine Zeit lang hattest du diesen, diesen, diesen coolen alten Bus Emma oder so hieß

00:03:45: der?

00:03:45: Wanda.

00:03:46: Wanda.

00:03:46: Hattest du vor der Tür stehen?

00:03:48: Da war dann quasi ... der Imbissbus mit Büchern, wo du deine Bücher kaufen konntest und du hattest dieses abgefahrene Teil vorne am Eingang, wo man irgendwie sich direkt scannen konnte und die Tür ging nur so einen Spalt auf.

00:04:00: Da habe ich damals meine Reportage gemacht.

00:04:01: Das habe

00:04:02: ich mit Dave genannt.

00:04:02: Mit Dave.

00:04:03: Dave.

00:04:03: Von zwei tausend eins, Dave.

00:04:04: Ich möchte dir helfen.

00:04:05: Ja, genau.

00:04:07: Ja, das waren auch trotzdem, obwohl sie schwer waren, lustige Zeiten tatsächlich.

00:04:12: Zumindest, was die Berichterstattung anging.

00:04:14: Bei dir war immer was los, sogar wenn alle anderen zu waren.

00:04:17: Und dann ging es ja noch weiter.

00:04:18: Also ich meine, man muss Du hast dazu noch sagen, du hast aus der Äggis Buchhandlung, also es war jetzt nie ein verstaubter, alter Buchladen, aber es war schon in die Jahre gekommen, eine traditionelle, älteren Buchladen.

00:04:29: Daraus hast du ja was modernes, ich weiß nicht, ob er das heute noch so sagt, was nur modernes Hip ist irgendwie gemacht.

00:04:35: Wie sagt man denn dazu?

00:04:36: Was ist das neue deutsche Wort für Hip, wenn Sachen Hip sind?

00:04:43: Geil, also das ist doch nicht so neu.

00:04:45: Du hast da eine richtig geile Buchhandlung da draus gemacht.

00:04:48: Und du hast auch schon mehrere Preise tatsächlich auch dafür gewonnen, weil du verkaust nicht nur Bücher, sondern du machst auch Veranstaltungen, die du früher in der Buchhandlung drin gemacht hast, wie das jetzt läuft, machen wir nachher.

00:05:00: Wie viele Preise hast du mittlerweile schon gewonnen für die älgest Buchhandlung?

00:05:03: Also vier, vier Buchhandelspreise, vier gewonnen, genau vier Stück.

00:05:07: Und bundesweit wohl bemerkt, gell?

00:05:09: Ja, genau.

00:05:09: Es war ein bundesweiter Wettbewerb.

00:05:11: Ja, genau.

00:05:11: Und dann sind wir seit letztem Jahr, das ist sozusagen so der Ritterschlag, wenn man so will, das europäischen Buchhandels aufgenommen worden in die Fünfplus.

00:05:21: Das ist sozusagen so ein Gremium von den besten deutschsprachigen Buchhandlungen.

00:05:27: Und da gibt es immer nur zehn Buchhandlungen und man wird praktisch erwählt.

00:05:31: Zehn Buchhandlungen europaweit?

00:05:32: Ja, genau.

00:05:33: Also in der Schweiz, also im deutschsprachigen Raum, in der Schweiz, Österreich und Deutschland.

00:05:37: Und eigentlich ist es so natürlich eher metropolisch.

00:05:40: Das ist so ein bisschen witzig.

00:05:42: Also ich find's persönlich so witzig, wenn man dann so liest Berlin, Wien, Bern, Zürich, Köln, Hamburg.

00:05:50: ULM.

00:05:51: Und es gibt Leute, die reisen nach ULM, weil es dann so eine Fünfplus-Tour gibt.

00:05:58: Und sie sind dann immer ganz erstaunt, dass es in ULM eine Fünfplus-Buchhanfe

00:06:02: gibt.

00:06:02: So wie die ober-schwerbische Barockstraße gibt es die Fünfplus-Tour und da ist jetzt ULM mit drauf.

00:06:07: Und da steht dann Ergis drin.

00:06:08: Genau, das war für uns der größte Ritterschlag, weil natürlich Preise sind immer so juryabhängig und das kann mal so und so laufen und das weiß ja jeder, wie es ist.

00:06:17: Aber das ist tatsächlich so eine... eine große Exzellenzgeschichte, wo man wirklich, wo sehr fachkundige Leute sich sehr gut anschauen, wer da aufgenommen wird und wer nicht.

00:06:29: Und hat sich schon irgendwas gebracht?

00:06:30: Sind schon irgendwelche Fünfplus-Gäste beide gewesen?

00:06:32: Ja, ich

00:06:32: habe mega viel Geld ausgegeben, weil man dann auch Teil ist, also die Fünfplus machen zusammen Bücher und einen Magazin auch, also wir machen jetzt auch ein Literaturmagazin mit den Fünfplus zusammen und das kostet erstmal sehr viel Geld.

00:06:48: Also das setzen die sozusagen voraus, dass man natürlich, wenn man so eine Buchhandlung hat, dass man mit Geld kommt.

00:06:55: Da hilft die wahrscheinlich, dass du eben nicht nur die Buchhandlung hast, sondern eben quasi auch gastronomisch tätig bist.

00:07:00: Das hilft dir wahrscheinlich wirtschaftlich auch viel, oder?

00:07:03: Ja, also am Anfang nicht, weil...

00:07:05: Weil da auch erstmal viel Geld reingesteckt werden

00:07:06: musste.

00:07:07: Man muss dazu sagen, dass ich sozusagen, also ich bereu das nicht, aber ich bin sozusagen ohne... ohne Erbe und Vermögen auf diese Welt getaumelt.

00:07:17: Und ja, als Buchhändler ist es jetzt auch nicht so, dass man so großartiges Vermögen, wenn man da angestellt ist, irgendwie ansammelt.

00:07:26: Und deshalb war das so alles bankfinanziert.

00:07:27: Also ich muss auch sagen, ich hatte auch Glück, weil es immer in so eine Zeit fiel, wo das irgendwie ging.

00:07:32: Ich glaube, vieles wäre heute so auch nicht mehr möglich.

00:07:36: Also da waren meine Bankberaterinnen sehr gut mit mir.

00:07:40: Aber klar, also wir haben uns erst mal hals über Kopf verschuldet.

00:07:43: auch mit dem Kaffee.

00:07:44: und als wir angefangen haben, dachten wir noch, wir würden unter Corona-Bedingungen anfangen und dann kam der Krieg und dann gegen die ganzen Inflationskosten irre durch die Decke.

00:07:56: Und dann haben wir richtig Geld verbrannt und mussten erst mal gucken, wie wir da irgendwie klarkommen.

00:08:03: Also es war jetzt nicht so, so dass du sofort so, ja ok, jetzt machen wir eine Gastronomie und dann läuft es.

00:08:08: Und vielleicht erinnert es auch noch viele, dass es dann gerade so kurz nach Corona hat auch keiner mehr in der Gastronomie gearbeitet.

00:08:14: Also da gab es einfach auch keine Leute, die ihre Gastronomie

00:08:16: arbeiten wollen.

00:08:17: Ja klar, das ist ja bis heute noch schwierig, ne?

00:08:19: Ja, wobei mittlerweile, also wir sind tatsächlich sehr glücklich, weil wir uns überhaupt nicht beklagen können darüber, dass... Ihr macht

00:08:24: ja schnell auch Spaß bei euch zu arbeiten.

00:08:25: auch ein ziemlich buntes Kaffee.

00:08:28: Wie war das dann?

00:08:29: Irgendwann kam das dann, das Kaffee nebenan schließt, suchten nach.

00:08:32: Pechter, war das eine schnelle Überlegung und hast du lange gebraucht, bis du dann gesagt hast, das mache ich jetzt auch noch, um es kurz ordentlich zu erklären.

00:08:40: Ulmer Münster.

00:08:42: Hafengasse oder

00:08:44: Hafengasse?

00:08:44: In der Hafengasse, also wenn man vom Bahnhof zum Ulmer Münster läuft, links dran vorbei kommt dann die Hafengasse und da auf der linken Seite, also sehr zentral, kommt zuerst die Buchhandlung Ergis und direkt daneben ist eben dieses Café, was du quasi dann mit übernommen hast.

00:08:58: Also es ist ja quasi so eine Örtlichkeit.

00:09:01: Wie war das dann, das zu übernehmen?

00:09:03: Also es war so, dass die Tina Becker, die es da vorgemacht hatte, hatte schon jahrelang so überlegt, ob sie einfach aufhört und dann kam Corona und dann hat sie das sehr zügig einfach zugemacht und auch zugelassen.

00:09:18: Und dann war klar, dass sie rausgeht und ich habe gar nicht darüber nachgedacht, dass wir das machen, weil was für eine... ... bescheuerte Idee.

00:09:25: So ehrlich,

00:09:26: ich glaube, das ist eine Verhandlung.

00:09:28: Du sagst, okay, alles klar, das ist gerade Corona.

00:09:31: Wir hatten ja auch gleichzeitig noch in Söflingen ... ... einen Laden während Corona eröffnet ... ... und das war alles so ein bisschen ... ... und irgendwie sagen würde, ... ... dass es so extrem gegen den Trend war, ... ... was wir da gemacht haben.

00:09:44: Aber ich fand, dass man so während Corona gemerkt hat, ... ... wie die Entwicklung in den Innenstädten geht ... ... und auch, dass es einfach einen Ladensterben gibt ... ... und dass die Menschen weniger ... in die Städte gehen.

00:09:56: Und ich dachte, okay, wir müssen irgendwas machen.

00:10:00: Und ich hatte ganz viele Ideen und wusste, ich kann das nicht in der Buchhandlung machen.

00:10:03: Also ich bin einfach hier an einer Grenze, dann war ich, also traurig, gelindig gesagt zu wenig gesagt, war ich echt erschüttert, aber ich dachte, oh fuck, wir müssen umziehen.

00:10:13: Und dann bin ich so spazieren gegangen und dann fiel es mir eines Nachts wie Schuppen vor den Augen, dass ich dachte, warum machen wir das eigentlich nicht.

00:10:21: Und dann habe ich ein Konzept geschrieben, was dann sozusagen bei der Proate, die unsere Vermieter sind, eingereicht wurde.

00:10:29: Und natürlich wollten alle, also auch alle möglichen Brauereien und so in diese Gastronomie rein, weil die einfach einen wunderbaren Innenhofgarten eigentlich noch hat und natürlich irgendwie auch toll gelegen ist.

00:10:43: Und dann haben wir einfach die Zusage bekommen und dann haben wir gesagt, okay, alles klar, dann müssen wir das jetzt machen.

00:10:49: Und dann fing das an und mir war halt ziemlich klar, dass man Gründe schaffen muss, warum Menschen in eine Stadt gehen.

00:10:59: Also deshalb machen wir auch Konzerte, dass wir Erlebnisse schaffen, dass es darum geht, dass Menschen sich begegnen können.

00:11:07: Und das niemand muss mehr in eine Buchhandlung heute um Buch zu kaufen.

00:11:12: Niemand muss mehr in einem Unterwäscheladen kaufen oder einen Stift oder so.

00:11:17: Das kann alles online passieren.

00:11:19: Und was sind denn Gründe, warum ich irgendwo hingehe?

00:11:22: Dann ist es doch, dass ich einen Kaffee vielleicht nicht online trinken kann.

00:11:27: Also ich kann das ja versuchen, aber so.

00:11:28: Und halt Orte zu schaffen, wo Menschen sich begegnen und wo mehr passiert als nur reiner Kommerz.

00:11:34: Das war so die Grund... Idee, was ein eigenes EP-Zentrum zu entwickeln.

00:11:38: Das war die Idee mit Eges.

00:11:40: Uns funktioniert ja, oder?

00:11:41: Wie lange geht es jetzt?

00:11:41: das Café Eges schon?

00:11:43: Also nächstes Jahr vier Jahre.

00:11:44: Auch schon vier Jahre?

00:11:46: Ja, genau.

00:11:49: Wir hatten das am Anfang wirklich nicht einfach, also weil dann gleich der Krieg kam und alle kostenlose Decke ging, aber mittlerweile geht es gut.

00:11:58: Ja, es ist ja auch gut frequentiert, da sitzt immer jemand drin.

00:12:01: Vor

00:12:01: allem ist ja irgendwie von jung bis alt, von Klug bis dumm.

00:12:05: Also wenn ich vorbeikomme, ich kürze zu den Dummen.

00:12:08: Also ich meine, da geht ja wirklich jeder hin.

00:12:10: Also hat sich gut etabliert als Treff für irgendwie alle.

00:12:13: Ja, das ist halt wunderschön, wenn man irgendwie so merkt, dass man kann sich als Wunsch haben, dass man irgendwie ein Publikum hat, wo jeder kommen kann.

00:12:21: Und dann kann es halt doch passieren, dass es so kippt.

00:12:24: Und mittlerweile würde ich echt sagen, dass wirklich, also es kommen sechzehnjährige, aber es kommen auch neunzigjährige, es kommen Leute aus allen Schichten.

00:12:33: Und ich glaube so, dass jeder so... einfach sein darf, wie er ist und dass auch diese ganzen Kulturgeschichten nicht irgendwie so elitär aufgesetzt sind und dann ist es geschlossen.

00:12:44: Man kann nur rein, wenn man dann eine Kart hat oder so.

00:12:46: Außer

00:12:46: Angela Merkel kommt.

00:12:48: Ja, das stimmt.

00:12:49: Das war aber vorgegeben vom BKA.

00:12:55: Da konnten wir gar nichts dafür.

00:12:57: Ja, das Tolle ist auch, um nochmal zurückzukommen zum Ambiente da drin ist, auch hinten der große Hof mit den Bäumen hinten und dem Sandkasten, also auch Familien kommen gerne.

00:13:05: Wenn wir wieder mit den Kids sind, dann ist da ein Sandkasten.

00:13:09: Das ist für Eltern mega, also für uns.

00:13:11: Ich habe ja auch Kinder und so.

00:13:12: Es ist natürlich cool, weil die können halt einfach nicht weg.

00:13:16: Jeder weiß ja, wie das so ist mit Kindern, wenn du irgendwo sitzt und die sind auf einmal weg, dann ist es natürlich Katastrophe, du nicht frei springen lassen kannst.

00:13:25: Und ich glaube, das geht tatsächlich sehr gut bei uns.

00:13:28: Was steht so als nächstes an im Ägis?

00:13:31: Also, tatsächlich heute Abend haben wir Jess Jam so, also da kommen so alle möglichen Jesser und Leute aus der Region und machen einfach Musik und man kann einfach kommen, also da gibt es keinen Eintritt oder irgendwas, sondern man geht da einfach hin.

00:13:44: Wie so ein Impro-Abend, die spielen einfach drauf los, oder?

00:13:47: Ja, genau, das sind richtige Jam, genau.

00:13:48: Und da geht es gut ab, also das ist wirklich total schön mittlerweile.

00:13:54: Und dann kommt als nächstes die Eges-Bücher-Nacht.

00:13:57: Das ist am threizehnten zwölf, das ist ein Samstag.

00:14:02: Und da machen wir auf bis um zwanzig Uhr und es gibt so Wein und Käse und man kann so in aller Ruhe shoppen.

00:14:10: Aber das Besondere ist, wir haben immer eine kleine Überraschungsband, die dann mittendrin so die Uhrzeit verraten wir immer nicht genau und so weiter, die dann sozusagen wirklich so ein Tiny Desk-Konzert spielt.

00:14:21: Cool,

00:14:22: wie viel Uhr?

00:14:23: Ja, das ist so

00:14:24: wie für Uhr,

00:14:25: genau, es ist noch nicht ganz klar.

00:14:27: Und

00:14:27: da ist die Grenze schwimmen zwischen Kaffee und Bücherei.

00:14:30: Ja, total.

00:14:31: Ja, total.

00:14:32: Kann man da auch von innen immer schon raus und vorne wieder rein,

00:14:35: oder?

00:14:35: Also theoretisch kann man tatsächlich auch von innen... Aber wir haben so eine ganz alte Feuertür und das ist so, dass die seit Jahren in der Revision festhängt, weil wir dann nochmal eine Genehmigung brauchen von der Feuerwehr.

00:14:47: Und es gibt so witzige Sachen irgendwie, wenn man so in der deutschen Bürokratie festhängt, die dann brauchst du von der einen Behörde, die Genehmigung, dass die andere was machen kann, aber die andere kann das erst machen, wenn die andere gesagt hat, dass sie das auch machen würde, wenn sie das gemacht haben.

00:15:04: Und ich nehme es mittlerweile mit sehr viel Humor und sage einfach so, ja, okay, Teeber.

00:15:07: Und elektrisch kann man durchs gesamte Gebäude innen laufen, aber momentan nicht.

00:15:13: Mal schauen, was nicht ist, kann ja noch werden.

00:15:15: Du wirst ja noch eine Weile Buchhändler und Gastronom bleiben.

00:15:19: Du hast uns was mitgebracht, wo wir heute noch mal ein bisschen darüber reden wollen, nämlich ein paar Bücher als Empfehlungen für einen heiteren oder auch tiefsinnigen Leseabend.

00:15:28: Was hast du uns denn da mitgebracht?

00:15:30: Können die Mikros mal so ein bisschen nach vorne drehen?

00:15:32: Genau,

00:15:32: ich muss die gleich mal in die Hand nehmen.

00:15:37: Also sobald der Way muss ich sagen, weil es hier gerade liegt und ich weiß nicht, ob Ralph Kriminger das schon gemacht hat, aber natürlich gibt es ein Buch jetzt.

00:15:45: Out, Out auf der Reihe, was man immer verschenken sollte.

00:15:51: Und ich meine, es ist ja auch so.

00:15:53: mittlerweile vor dem ehemaligen Aquarium gibt es jetzt ja auch einen Gedenkstern aller Hollywood und so weiter.

00:15:59: Aber tatsächlich einer der tollsten Bücher, wenn man was über Ulm erfahren will und was Ulm kann, dann ist es Nice Society über das Aquarium, das Gästebuch.

00:16:11: Der ganze Akt wurde schön gemacht und korratiert.

00:16:14: Das kann ich jedem erst mal generell als Weihnachtsgeschenk empfehlen.

00:16:18: Das haben wir natürlich auch da, aber das kriegt man sonst überall.

00:16:20: Sogar die Leute mit Freddie Mercury in Ulm.

00:16:22: Vorher hatten wir sie.

00:16:23: Ja, komplett irre.

00:16:25: Claudia, Freddie Mercury war in Ulm.

00:16:27: Ach so, die waren gerade Fotos.

00:16:31: Wir sind hier mehrere Leute im Studio, gerade mal eine kleine Party.

00:16:34: Ralph ist zufälligerweise auch da.

00:16:36: Wir haben gerade über sein Buch gesprochen und es ist tatsächlich jede Empfehlung wert und schon in der vierten Auflage.

00:16:42: Mittlerweile, nach fünfundzwanzig Jahre altes Buch und ohne

00:16:45: dieses Buch

00:16:46: würde es, glaube ich, haben wir auch gemutmaß vorher, weder den Stein, noch den Film, noch das Theater geben.

00:16:52: Ja, ich glaube, da wäre auch keiner drauf gekommen, zu sagen so, wow, was war hier eigentlich los?

00:16:55: Das hätte

00:16:55: sich wahrscheinlich erledigt.

00:16:56: Ja,

00:16:57: aber es sind halt so Sachen, also die ich halt total spannend finde, gerade so Leute wie Ralf, die dann so eine Pionierarbeit machen, wo am Anfang das vielleicht eine sehr kleine Kreis irgendwie interessiert und dann geht es halt auf einmal los und... Ich habe auf jeden Fall drei Bücher mitgebracht und die sind so ein bisschen unterteilt.

00:17:26: Bücher, die es sehr schwer haben, die aber Leute lesen sollten.

00:17:30: Da

00:17:31: wäre schon ein paar coole Empfehlungen von dir gehabt und auch gelesen, aber es ist schon länger her.

00:17:34: Schon lange nicht mehr gelesen, muss ich grad zugeben.

00:17:36: Ja, dann let's go.

00:17:36: Ich versuche

00:17:37: es grad mit Sachbüchern und komme nicht so

00:17:39: richtig weiter.

00:17:39: Dann habe ich vielleicht deinen Sachbuch gleich dabei.

00:17:41: Ich bin kein Sachbuch.

00:17:42: Dann

00:17:43: sozusagen ein Buch, was wahnsinnig unterhaltsam ist, aber ein Krimi, aber auch komplett politisch und was man supergut verschenken kann.

00:17:52: Hast

00:17:52: du dir jetzt alle gelesen?

00:17:53: Ja klar.

00:17:54: Echt?

00:17:55: Kurze

00:17:56: Zwischenfrage, wie viele Bücher liest du im Monat?

00:17:59: Das ist unterschiedlich, weil es natürlich auch aufs Arbeitspensum drauf ankommt.

00:18:04: Aber sozusagen, ich versuche schon, diese Grundpace von vier Büchern in der Woche zu halten.

00:18:09: In der Woche?

00:18:10: Ja, aber es ist mein Job.

00:18:11: Ich meine, es ist ein bisschen so, wie wenn jemand Radiomoderator ist und irgendwie für Musik zuständig und dann würde man sagen, hörst du Musik so?

00:18:19: Ja, aber das sind drei

00:18:19: Minuten Songs.

00:18:20: Wie lange liest du an so einem Buch?

00:18:21: Naja, also das ist so, es geht tatsächlich relativ schnell mittlerweile, weil ich mir angeeignet habe, also ich nenn es nicht querlesen, aber es ist halt professionell, schnelles Lesen und dann kommt es darauf an, aber es kann man ja sich so ungefähr ausrechnen, wenn ich sozusagen sieben Tage Zeit habe für einen Buch und dann abends morgens lese und dann habe ich vielleicht zwei, drei Stunden und dann bin ich mit vier Büchern durch, dann kommt es natürlich auch auf die Dicke drauf an und so, aber dann geht das schon auf.

00:18:51: ordentlich was.

00:18:54: Also das Buch, was ich zuerst vorstellen will, und was natürlich im Radio muss man das kurz immer beschreiben, weil es ja kein Mensch sonst sieht, hat ein extrem dunkles Cover, hat einen Titel, wo ich verstehe, dass kein Mensch das kaufen wird.

00:19:10: Das heißt, Schlangentanz, Reise zu den Ursprüngen des Nuklearzeitalters.

00:19:15: Ach ja,

00:19:16: es hat was von Krieg,

00:19:17: tatsächlich Nuklearzeit.

00:19:20: Ja, total.

00:19:20: Total deppert, das will ich selber nicht lesen, das kann ich nicht verschenken.

00:19:23: Also was soll ich mit dem Buch?

00:19:24: Und das ist ein riesengroßer Fehler, weil Patrick Mayhem, der das Buch geschrieben hat, war jahrelang BBC-Korrespondent für den afrikanischen Kontinent.

00:19:37: Der nimmt uns mit, dass das geschrieben wie eine Reisereportage zu den Ursprüngen unserer modernen Zeit, wenn man so will, zu den Beginn, als unser Nuklearzeitalter anfing.

00:19:51: Und wir reisen in den Kongo zu den Uranquellen, wo alles

00:19:56: beginnt.

00:19:56: Da geht es dann auch um Landraub und...

00:19:59: Ja, total.

00:19:59: Aber auch zum Beispiel für was Uran da war, bevor... irgendwie Atomspaltung da war.

00:20:09: Damit wurde die Farbe Kobalt eingefärbt und es war total günstig.

00:20:15: Also Uran war so, haben die so mit Händen gefördert und so.

00:20:19: Und dann ging es aber los.

00:20:21: Es wurde auf einmal spannend, weil das das einzig natürliche, vorkommende, recht hoch angereicherte Uran ist.

00:20:27: Also rost man dann wirklich auch Atombomben oder Atomkraftwerke und so weiter bespielen kann mit.

00:20:33: Und er nimmt uns aber auch mit nach Los Alamos, das ist Indianereservat-Gebiet natürlich, wo die Erster Turmbombe getestet wurde.

00:20:43: Und die Hobbit Indianer haben einen Schlangen-Tanz gehabt, wo sie wirklich sozusagen die Schlangen einmal im Jahr in eine Höhle, richtige Giftschlangen, gegen die Wand werfen und mit diesen Schlangen tanzen.

00:20:58: Und das kommt daher, dass alle auch heute noch in die Ureinwohnen Amerikas, zeichnen keine Blitze, sondern Schlangen.

00:21:07: Und es sind Schlangengötter.

00:21:08: Und es ist sozusagen sinnbildlich dafür, mit dem, womit wir eigentlich nicht klarkommen, was wir eigentlich nicht beherrschen, irgendwie eine Mittel zu finden, sich den bewusst zu werden und sich diese Angst zu stellen.

00:21:18: Ach so, spannend, ja.

00:21:19: Ja, total.

00:21:20: Und das ist natürlich so, dass das natürlich auch für unser Zeitalter, indem wir so merken, dass jetzt ja auch mittlerweile KI und so weiter und so alles über den Kopf wächst.

00:21:30: Aber das Krasse ist, Dieses Buch ist einfach geschrieben wie ein Roman.

00:21:34: Patrick Mann hat eine unfassbar tolle Sprache und ich kämpfe für dieses

00:21:39: Buch,

00:21:40: dass das gelesen wird, weil... Man ist wahnsinnig gut unterhalten, geht unfassbar klug raus, da sind ganz tolle Anekdoten drin auf, warum mehr Flugzeuge in Afrika abstürzen und so weiter, was eigentlich überhaupt gar keinen Sinn macht, weil die Maschinen sind top, die Piloten sind ehemalige russische Kampfpiloten, also die können alle fliegen und so weiter.

00:21:59: und dann gibt es ganz absurde Gründe, warum das so ist, ich jetzt nicht erzähle, da sollte man dieses Buch lesen, aber es ist wirklich für alle was die ein besonderes außergewöhnliches Sachbuch suchen und sich danach gut unterhalten fühlen.

00:22:10: So.

00:22:10: Können

00:22:14: Sie kaufen in der Buchhandlung Eges, by the way?

00:22:17: Ja, E.

00:22:18: Oder auch woanders?

00:22:20: Genau, also solange es frei, unabhängig und wild ist natürlich, bin ich da total verfechtert davon.

00:22:26: Dann einen Krimi, der mich total gerissen hat, Jonathan Coe, der Beweis meiner Unschuld.

00:22:32: Finde ich ja eh schon mal gut, wenn man sozusagen den Beweis meiner Unschuld erbringen kann.

00:22:36: Können ja die meisten Menschen wahrscheinlich nicht.

00:22:38: Und es gibt so was Besonderes bei den Briten, also er ist britischer Schriftsteller, dass die halt eine irre schwarzen Humor haben, Sachen, die alle anderen irgendwie sich nicht trauen würden zu schreiben.

00:22:51: Und dass es immer ganz fein politisch ist, aber aus so einer krassen Distanz.

00:22:55: Also sagen etwas, was man in Deutschland nicht kennt, was man in den USA nicht kennt und so weiter.

00:23:00: Die können über Sachen erzählen, die einen irgendwie alle angehen.

00:23:04: Und wahrscheinlich wird es keiner erinnern, List Trust.

00:23:07: Passt noch was?

00:23:08: Ja, aber ich weiß nicht, in welchem Zusammenhang.

00:23:10: Ja, die war ganz genau in neunzig Tage Premierministerin von England und List Trust war sozusagen so in diesem Hype dieser ganzen neuen rechten weltweiten Bewegung.

00:23:23: und auch Steve Bannon hat so ein Konkretzveranstalt, um sie zu pushen und sie hat dann erst mal gesagt, hey, wir machen alles nieder und hat den Programm vorgestellt mit Niedergat und England wieder nach vorne und so weiter.

00:23:38: Great Britain First.

00:23:39: Und das Witzige war, da war sie in neunzig Tage im Amt und in diesen neunzig Tagen sind die Börsen und alles komplett, es hat alles nicht funktioniert.

00:23:47: Also es war wirklich wie so einen Wasserrohrbruch und dann musste sie zurücktreten.

00:23:51: Und dieser Krimi setzt genau da an, in diesem Moment, dass ein Journalist ermittelt eigentlich oder recherchiert, wie Listrust eigentlich an die Macht kommt.

00:24:02: Und dann kommt dieser Journalist in diesem Buch auf eine ganz merkwürdige Art und Weise um.

00:24:10: Und zwei junge Frauen begeben sich auf die Reise dahin, was wirklich passiert ist.

00:24:16: Und wir steigen halt in dieses England ein, wie es heute ist, in dieses... England, wie es mal war, in dieses zu sagen, hey, also es muss ich jetzt mal als Buchhändler sagen, wenn ich ein englisches Buch bestellt habe vor dem Brexit, dann war es innerhalb von fünf Tagen da.

00:24:30: Jetzt mittlerweile kann ich sagen, ja, es kann auch sechs Wochen dauern, ich weiß es nicht, es kann am Zoll scheitern und so weiter.

00:24:36: Also wenn man wirklich wissen will, wie ist England heute, wie ist es denn mit der Monarchie, was wurde aus der Queen?

00:24:49: Und warum ist ihr Sohn Charles vielleicht nicht der beste König?

00:24:53: und so weiter, ist man mit diesem Buch wahnsinnig gut bedient.

00:24:55: Sag nochmal, wie es heiß gewesen

00:24:56: ist.

00:24:56: Es heißt Jonathan Cohn.

00:24:59: Der Beweis meiner Unschuld.

00:25:00: Im wunderbaren Südtiroler, interessanterweise Südtiroler Folio-Verlag erschienen.

00:25:06: Mega.

00:25:09: Ja.

00:25:09: Und dann das dritte Buch.

00:25:13: ist eigentlich keine unfassbare Überraschung vielleicht, aber es hat mich tatsächlich in diesem Jahr gerissen.

00:25:20: Nelio Biedermann-Lazar.

00:25:22: Nelio Biedermann ist gerade zweiundzwanzig Jahre alt, schreibt eigentlich wie Thomas Mann und kommt ursprünglich aus einer aristokratischen, ungarischen Familie und er macht ein ganz Jahrhundertporträt auf, indem er eben diese Familiengeschichte erzählt und diese ganze Ungarngeschichte fließt da rein.

00:25:46: Also ich würde jetzt mal behaupten, dass viele Leute die Geschichte Ungarns nicht so unbedingt in der Schule hatten.

00:25:51: und wenn dann sozusagen, als die Leute irgendwie beim Auerfall sich in die ungarische Botschaft geflüchtet haben, aber sozusagen dieses Ungarn vor hundert Jahren ist schon komplett irre und nicht so unrecht wird das eben auch mit Thomas Mann die buddenprox verglichen und jetzt gleich denkt so ja hey Wenn ich Thomas Mann höre und so weiter, das ist ja dann irgendwie so krasse Hochliteratur, das kann auch kein Mensch lesen, dann nein, nein, nein, so ist es nicht.

00:26:14: Es ist ein unglaublich leicht zu lesendes Buch und in einer Sprache, in der man sich, ich will jetzt nicht sagen wie Pudding, aber sagen wir mal, wie in einen richtig guten Ulmer Lebkuchen reinlegen könnte.

00:26:30: oder die berühmte Butterprätzel, wenn die richtig toll ist.

00:26:33: und wirklich, wenn man, also ich habe Zeitlang in Hamburg gelebt, wenn man weiß, was eine schwäbische Butterprätzel ausmacht, im Gehirn Nordischen, dann ist dieses Rheinlegenvergleich gar nicht so falsch.

00:26:46: Also es ist wirklich ein fantastisches Buch.

00:26:48: Und der ist wirklich zweiundzwanzig?

00:26:49: Ja,

00:26:50: der ist irre jung.

00:26:52: Glaubst du, der hat es wirklich selber geschrieben?

00:26:54: Ja, total.

00:26:54: Also, ich meine, klar, das ist schon eine große Thematik, die jetzt so langsam rollt.

00:27:00: Was sind KI-Texte?

00:27:02: Wird es so sein, dass Autoren und Autoren ersetzt werden und so weiter?

00:27:06: Aber am Ende des Tages, ich glaube, jeder, der mal JetGBT ausprobiert hat, ist irgendwie auch wahnsinnig enttäuscht, was es nicht kann.

00:27:12: Ja, ich habe jetzt ein

00:27:13: Interview gehört tatsächlich mit einer Frau, die eine Übersetzerin... die Fremdsprache, also englische, französisch, keine Ahnung, Bücher ins Deutsche übersetzt und die kriegt mittlerweile vorab KI übersetztes Ding und muss da dann nochmal drüber gehen.

00:27:29: Und das ist ja noch viel schlimmer für sie, und sie braucht länger und kriegt weniger Geld, als wenn sie es gleich selber übersetzt hätte.

00:27:35: Das ist schon irgendwie gruselig, was da alles passiert, aber es glaubt noch mal irgendwie ein anderes Thema.

00:27:40: Rasmus, vielen Dank für die Buchvorstellungen.

00:27:42: Ja, super gerne.

00:27:44: Ich glaube, wir gehen jetzt Glühwein trinken einfach, oder?

00:27:46: Das

00:27:46: ist ja eine saugute Idee.

00:27:48: Super schön.

00:27:49: Ja, danke, dass du da warst.

00:27:50: Hey,

00:27:50: vielen, vielen, vielen Dank für die Einladung.

00:27:52: Schöne, schöne Weihnachtszeit.

00:27:53: Ja, geht zur Ecke, es kauft Bücher, geht in jeden Buchladen, das Buch lebt.

00:27:57: Genau, und geht vor allem, also das ist mir schon wichtig zu sagen, geht vor allem in die Innenstadt und schaut einfach nach den kleinen Läden, weil es muss man einfach sagen, ich glaube, wir finden es alle toll, so eine lebendige, total schöne Innenstadt.

00:28:10: Wir freuen uns, wenn wir auf den Weihnachtsmarkt gehen und so weiter.

00:28:12: Wir freuen uns, wenn es läuft.

00:28:14: und alles Schönes.

00:28:15: Aber es ist halt nicht so selbstverständlich, weil von irgendwas müssen die Leute halt auch leben und die Läden betreiben.

00:28:20: Also hey, lieber mal einen Klick weniger und einmal mehr in die Stadt.

00:28:27: Das

00:28:27: Donau-Dreifem Weihnachtsmarktradio direkt vom Ulmer Münsterplatz auf deine

00:28:38: Ohren.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.